Migros: Das passiert jetzt mit ehemaligen Alnatura-Standorten
«Es ist sehr bedauerlich, dass die Migros Alnatura abstösst», sagten Kundinnen beim letzten Einkauf. Nun stehen die ehemaligen Standorte vor neuen Nutzungen.

Das Wichtigste in Kürze
- Die 25 Alnatura-Filialen in der Schweiz wurden Ende 2025 geschlossen.
- Zehn Standorte übernimmt die Drogeriekette Müller, für andere sucht Migros Nachmietende.
- Migros führt Alnatura-Produkte weiterhin im Sortiment.
«Es ist sehr bedauerlich, dass die Migros Alnatura abstösst. Wir werden es vermissen.» Das sagte eine Stammkundin beim letzten Öffnungstag der Alnatura-Filiale im Zürcher Hauptbahnhof zu Nau.ch.
Sie fasste so die Gefühle vieler Kunden zusammen. «Jetzt gibt es keine richtigen Bioläden mehr», meinte eine andere Besucherin. Sie will künftig ins nahe Deutschland fahren, um ihre Lieblingsprodukte zu besorgen.
Am 31. Dezember 2025 schlossen alle 25 Alnatura-Filialen in der Schweiz ihre Tore. Der Grund: Die Migros verlängerte den seit 2012 bestehenden Franchisevertrag mit dem deutschen Bio-Anbieter nicht. Und ein anderer Franchisenehmer wurde nicht gefunden.
Müller übernimmt zehn Flächen
Im September 2025 gab Migros bereits bekannt, dass die deutsche Drogeriekette Müller zehn ehemalige Alnatura-Standorte übernimmt.
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Darunter Filialen in Bern, Winterthur und Zürich. Diese Flächen sollen künftig im Rahmen des Müller-Konzepts weiterbetrieben werden.
Für weitere Standorte hat die Migros unterschiedliche Pläne oder verhandelt noch mit potenziellen Partnern, wie der «Tages-Anzeiger» schreibt.
Migros plant eigene Nutzung, weitere Vermietungen
In Zürich-Oerlikon ist ein Migros-Supermarkt geplant, der voraussichtlich im Sommer 2026 öffnet. Am Sihlquai in Zürich soll der frühere Alnatura-Standort in einen bestehenden Migros-Markt integriert werden.
In Höngg dient eine ehemalige Alnatura-Filiale als Provisorium während eines Umbaus eines benachbarten Migros-Supermarkts. Für weitere Standorte in Solothurn, Luzern, Basel und Meilen laufen noch Gespräche mit externen Interessenten.
Rückgabe an Eigentümer und lokale Initiativen
Einige ehemalige Alnatura-Flächen wurden bereits an die jeweiligen Immobilieneigentümer zurückgegeben.
An Standorten wie Baden, Bern-Bärenplatz, Basel-Kirschgarten oder Zug-Metalli wird nun nach langfristigen Nutzungen gesucht. Das erweist sich laut Migros-Angaben als Herausforderung.
Wie die langfristigen Lösungen aussehen könnten, zeigt das Beispiel Baden AG: Dort planen drei lokale Frauen, einen neuen Bioladen in der ehemaligen Alnatura-Filiale zu eröffnen.
Übrigens: Auch wenn die Läden dicht sind, müssen Alnatura-Fans nicht ganz auf ihre Produkte verzichten.
Migros führt das Alnatura-Sortiment weiterhin in ihren eigenen Supermärkten und im Online-Shop.











