FIFA

US-Millionen aus Fifa-Korruptionsskandal bleiben beschlagnahmt

Keystone-SDA
Keystone-SDA

Bellinzona,

23 Millionen Dollar aus einem Fifa-Korruptionsfall bleiben vorerst blockiert. Das Bundesstrafgericht hat die Beschwerden teilweise gutgeheissen.

FIFA
Vor dem Hauptsitz der FIFA ist eine FIFA-Flagge zu sehen. (Archivbild) - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Von der Bundesanwaltschaft an die Fifa zugewiesene 23 Mio. US-Dollar bleiben blockiert.
  • Das Bundesstrafgericht hat die Beschwerden von zwei Parteien teilweise gutgeheissen.
  • Diese Sache geht deshalb zur neuen Entscheidung an die Bundesanwaltschaft zurück.

Die Gelder stammen aus Schmiergeldzahlungen an lateinamerikanische Fussball-Funktionäre bei der Vergabe von Medienrechten.

In die Zahlung der Bestechungsgelder waren verschiedene hohe Fussball-Funktionäre aus Lateinamerika beteiligt. Eine der Banken, über deren Konten Gelder flossen, erstattete im Juli 2015 Anzeige gegen einen ihrer Mitarbeiter.

kriegsverbrechen
Das Bundesstrafgericht in Bellinzona. (Archivbild) - keystone

Dieser soll unter anderem den verstorbenen Senior-Vizepräsidenten der Fifa Julio Grondona beraten haben, wie die Zahlungen am besten vorzunehmen seien. Dies geht aus zwei am Freitag veröffentlichten Beschlüssen der Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts hervor.

Grondonas Schwiegersohn ist neben einer Firma einer der Beschwerdeführer. Der Mann wurde im November 2019 von der Bundesanwaltschaft wegen Urkundenfälschung verurteilt.

Herkunft verschleiert

Ihm wurde vorgeworfen, dass er und sein Sohn angegeben hätten, die wirtschaftlich Berechtigten auf dem besagten Konto zu sein. Tatsächlich seien es seine Ehefrau und deren Bruder gewesen. Der Name Grondona sollte jedoch aus Compliance-Gründen nicht erscheinen.

Die Bundesanwaltschaft (BA) wies die US-Millionen der Fifa zu, die sich in den Strafverfahren Privatklägerin war und so Ansprüche geltend machte. Wie aus den Gerichts-Beschlüssen hervorgeht, war die BA nicht befugt die Gelder definitiv zuzuweisen.

Schweizerische Bundesanwaltschaft
Die schweizerische Bundesanwaltschaft von Innen. (Archivbild) - keystone

Weil mehrere Parteien Ansprüche darauf erheben, hätte sie eine Zuteilung zugunsten der am meisten berechtigten Partei machen müssen – sozusagen eine vorläufige Zuteilung – und der anderen Partei eine Frist ansetzen müssen, um dagegen vorzugehen.

Möglich sei allenfalls auch eine Einziehung. Diese Sache geht deshalb zur neuen Entscheidung an die Bundesanwaltschaft zurück.

Kommentare

User #2629 (nicht angemeldet)

Schickt die FIFA auf den Mond, dort kann sie ungestört ihren kriminellen Geschäften nachgehen und gleichzeitig den sich nur noch ums Geld drehende Event Fussbal WM abhalten! Fussball war einmal Strassenvolkssport für alle die Spass daran hatten, Betonug auf hatten!

User #6207 (nicht angemeldet)

wird wieder gar nichts passieren, wie üblich wenn es hinten rechts enorm drückt!

Weiterlesen

fifa
Fifa-Funktionäre vor Gericht
FIFA Gianni Infantino Russland
39 Interaktionen
«Nichts gebracht»
Joseph Blatter und Michel Platini
2 Interaktionen
Arbeitsgericht

MEHR IN NEWS

zürich fdp
«Züri nazifrei»
Gehirn Altern
1 Interaktionen
Mentale Fitness
Einbrecher
1 Interaktionen
Schaffhausen
Migros
9 Interaktionen
Geschlossen

MEHR FIFA

Fifa Museum Zürich
277'807 Personen
Offside
15 Interaktionen
Fussball-Revolution?
a
65 Interaktionen
Wegen Israel
aa
5 Interaktionen
Fifa «The Best»

MEHR AUS BELLINZONA

1 Interaktionen
Bellinzona
2 Interaktionen
Bellinzona
2 Interaktionen
Bellinzona
12 Interaktionen
Bellinzona