Proteste gegen Corona-Politik - 4500 Menschen in Freiburg

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    Deutschland,

    Die Proteste von Gegnern der Corona-Massnahmen an den verschiedensten Orten in Deutschland gehen weiter. Nicht immer sind die Versammlungen angemeldet.

    Teilnehmer der Demo gegen die Corona-Massnahmen gehen in Freiburg auf die Strasse. Foto: Philipp von Ditfurth/dpa
    Teilnehmer der Demo gegen die Corona-Massnahmen gehen in Freiburg auf die Strasse. Foto: Philipp von Ditfurth/dpa - dpa-infocom GmbH

    Das Wichtigste in Kürze

    • In mehreren Städten in Deutschland haben wieder Menschen gegen die Corona-Politik demonstriert.

    Allein in Freiburg (Baden-Württemberg) beteiligten sich nach Schätzungen der Polizei etwa 4500 Menschen an einer Demonstration, um gegen eine Impfpflicht und die Massnahmen zur Eindämmung der Pandemie zu protestieren. Es habe keine nennenswerten Vorkommnisse gegeben, sagte ein Polizeisprecher. Gegendemonstranten hätten aber versucht, mit Fahrrädern die Strecke der Demo zu blockieren.

    Viele Proteste im Osten

    In Leipzig gab es eine Demonstration, an der sich laut Polizei einige Hundert Gegner von Corona-Massnahmen beteiligten. Die Polizei habe versucht, einen Versammlungsleiter ausfindig zu machen, und den Aufzug gestoppt, sagte eine Sprecherin. Dabei hätten einige Dutzend Menschen die Polizeikette durchbrochen und seien auf das Gelände der Psychiatrie der Uniklinik Leipzig gelaufen. Die Polizei stellte die Identitäten dieser Personen fest und prüft mehrere mögliche Straftaten.

    Zu Protesten gegen die Corona-Politik war laut Polizei auch in Zwönitz im Erzgebirge aufgerufen worden. Die Veranstaltung mit bis zu 1250 Menschen sei nicht angemeldet gewesen. Es seien die Identitäten von zehn Menschen festgestellt worden, die bei der Versammlung vermummt gewesen seien, teilte die Polizei mit. Gegen sie seien Verfahren wegen Verstosses gegen das Versammlungsgesetz eingeleitet worden. Zudem läuft nach Angaben der Polizei ein Verfahren wegen der Durchführung einer nicht angezeigten Versammlung.

    In Brandenburg an der Havel löste die Polizei eine nicht angemeldete Demonstration gegen die Corona-Politik auf. Es seien die Identitäten von Teilnehmern festgestellt worden, um Anzeigen wegen Ordnungswidrigkeiten zu erstellen. Diese betrafen etwa die Teilnahme an einer nicht genehmigten Versammlung und Verstösse gegen die Corona-Beschränkungen, wenn etwa die Maskenpflicht missachtet wurde.

    In Schwerin (Mecklenburg-Vorpommern) demonstrierten laut Polizei bis zu 900 Menschen gegen Corona-Beschränkungen. In Osnabrück (Niedersachsen) versammelten sich laut Polizei etwa 1150 Gegner staatlicher Corona-Massnahmen - in Düsseldorf (Nordrhein-Westfalen) waren es nach Schätzungen der Beamten mehrere Tausend.

    Menschenkette in Cuxhaven

    Andere gesellschaftliche Gruppen halten dagegen: So kamen in Cuxhaven (Niedersachsen) etwa 1250 Menschen zu einer Kundgebung für gesellschaftliche Solidarität in der Pandemie zusammen, wie ein Stadtsprecher sagte. Mit Abstand bildeten sie eine 2,5 Kilometer lange Menschenkette. Dazu aufgerufen hatte ein Bündnis für Respekt und Menschenwürde, an dem etwa 80 Parteien und Organisationen beteiligt sind. «Der Grossteil der Gesellschaft trägt die temporären Massnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus aus Verantwortungsgefühl unseren Mitmenschen gegenüber mit», hiess es in dem Aufruf.

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