Die Migration sei ein sozialer Skandal, sagt Papst Franziskus. Das Oberhaupt der katholischen Kirche warnt davor, die Augen vor dem Leid zu verschliessen.
Papst Franziskus
Papst Franziskus während seiner Rede bei der wöchentlichen Generalaudienz. - dpa

Das Wichtigste in Kürze

  • Papst Franziskus hat sich zum Thema Migration geäussert.
  • Das Kirchenoberhaupt wählte dabei deutliche Worte.
  • Es sei ein Skandal der Menschlichkeit, was aktuell passiert.

Das Oberhaupt der katholischen Kirche fordert dazu auf, die Augen vor dem Leid durch die Migration nicht zu verschliessen.

«Die Migration von heute ist eine Wirklichkeit, vor der wir nicht die Augen verschliessen können», sagte der 85-Jährige. «Es ist ein gesellschaftlicher Skandal der Menschlichkeit».

Migration ist für Papst Franziskus ein wichtiges Thema

Migranten seien Opfer politischer oder geschichtlicher Umstände und der Machtausübung heutiger «Tyrannen», für die Menschen nichts zählten, erklärte er in der vatikanischen Audienzhalle vor zahlreichen Gläubigen weiter.

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Gerettete Migranten. (Symbolbild) - sea-eye.org/AFP/Archiv

Im Pontifikat Franziskus' ist Migration ein zentrales Thema. In seiner Weihnachtsbotschaft gedachte er Menschen auf der Flucht. Das Mittelmeer, das viele Migranten in der Hoffnung auf ein besseres Leben in der EU überqueren, bezeichnete er im Sommer als «grösstes Grab Europas», da auf der Überfahrt zahlreiche Menschen sterben.

Anfang Dezember besuchte er ausserdem zum zweiten Mal die griechische Insel Lesbos, die zum Symbol der europäischen Flüchtlingskrise wurde.

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