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    Nach Verbrechen an Kindern: Papst will Indigene aus Kanada treffen

    Keystone-SDA
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    Vatikanstadt,

    Papst Franziskus trifft sich in Kanada mit Vertretern der indigenen Gemeinschaft. Er will über die Verbrechen an Kindern ihrer Volksgruppe sprechen.

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    Papst Franziskus will nach Kanada reisen. - Keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Papst Franziskus reist wegen den Verbrechen an indigenen Kindern nach Kanada.
    • Er wird den Vertretern der Ureinwohner und deren Bischöfen zuhören.

    Papst Franziskus wird in der kommenden Woche Vertreter der indigenen Gemeinschaften Kanadas treffen, um mit ihnen über die jahrhundertelangen Verbrechen an Kindern ihrer Volksgruppen zu reden. Das teilte der Sprecher des Pontifex am Mittwoch mit.

    Am 28. und 31. März will Franziskus einzeln den Vertretern der Ureinwohner und deren Bischöfen zuhören. Am 1. April ist dann ein gemeinsames Treffen mit allen Gruppen sowie Mitgliedern der kanadischen Bischofskonferenz geplant, bei dem der Papst auch selbst sprechen will.

    Überreste von Kinderleichen gefunden

    In den vergangenen Monaten wurden in Kanada immer wieder Überreste von Kinderleichen und unmarkierte Gräber in der Nähe von früheren Internaten für indigene Kinder gefunden. Viele dieser Einrichtungen wurden von der katholischen Kirche betrieben. Die Funde sorgten für Entsetzen und Proteste in Kanada und über die Grenzen hinaus.

    indigene Völker
    Indigene Völker: In Kanada wurden auf dem Gelände eines ehemaligen Internats 215 Kinderleichen entdeckt. - keystone

    Vom 17. Jahrhundert bis in die 1990er Jahre wurden indigene Kinder immer wieder ihren Familien entrissen und in sogenannten «Residential Schools» von katholischen Organisationen untergebracht. Sie mussten dort die Traditionen der europäischen Kolonialisten lernen, um die eigene Sprache und Kultur zu vergessen. Die Kinder waren vielfach Gewalt und sexuellem Missbrauch ausgesetzt.

    Erst Anfang März wurden wieder auf einem Internatsgelände im Norden Kanadas vermutlich knapp 170 Gräber von indigenen Kindern entdeckt, worauf Radar- und Drohnenaufnahmen hindeuteten.

    Kanadas Premierminister Justin Trudeau hatte den Papst im vorigen Jahr aufgefordert, nach Kanada zu kommen und sich zu entschuldigen. Vom Vatikan hiess es, eine Reise werde für die nächsten Jahre geprüft.

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