Merck & Co. hat ein Corona-Medikament in der Pipeline. Nun wird es von der EMA unter die Lupe genommen.
Merck & Co.
Das neue Medikament gegen das Coronavirus des Pharmakonzerns Merck reduziert bei Risiko-Patienten einer klinischen Studie zufolge deutlich die Wahrscheinlichkeit sehr schwerer Verläufe. - dpa

Das Wichtigste in Kürze

  • Merck hat ein Medikament entwickelt, das wirksam gegen das Coronavirus ist.
  • Nun prüft die EMA die Zulassung für die Corona-Pille.
  • Das Medikament könnte weitere wichtige Fortschritte in der Pandemie-Bekämpfung bringen.

Merck & Co. hatte am Freitag angekündigt, «so bald wie möglich» eine Notfallzulassung in den USA und anderswo beantragen zu wollen. Damit ihre Corona-Pille baldmöglichst auf den Markt gelangt.

EMA-Experten erwägen, «in den nächsten Tagen eine fortlaufende Prüfung für diesen Wirkstoff einzuleiten.» Dies sagte Marco Cavaleri, Leiter der Impfstoffstrategie bei der in Amsterdam ansässigen EMA, am Dienstag.

Zuvor hatte das Unternehmen mitgeteilt, das Medikament halbiere bei infizierten Patienten das Risiko einer Krankenhauseinlieferung oder eines tödlichen Krankheitsverlaufes. Bei Studien seien bei den Empfängern eines Placebos acht Menschen gestorben, bei den Empfängern des Medikaments hingegen niemand.

Merck & Co.: Medikament könnte Durchbruch bringen

Das Arzneimittel könnte einen Durchbruch in der Behandlung von Covid-Erkrankungen darstellen. Dies, da es anders als andere Therapien als Pille und nicht per Infusion verabreicht wird.

Das fortlaufende Überprüfungsverfahren ermöglicht es der EMA, Sicherheits- und Wirksamkeitsdaten zu Medikamenten zu prüfen. Sobald sie verfügbar sind und noch bevor der Hersteller einen vollständigen Zulassungsantrag stellt. Damit soll die Beurteilung eines später eingereichten Antrags beschleunigt werden. Die Bewilligung kann dennoch mehrere Monate dauern.

Am Montag hatte die EU-Behörde grünes Licht für Auffrischungsimpfungen mit dem Corona-Impfstoff von Biontech gegeben. Empfehlungen zur Verabreichung der Auffrischungsimpfungen würden von den Gesundheitsbehörden auf nationaler Ebene ausgegeben, erklärte die EMA.

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