Die Corona-Demos gehen weiter. Allein in Rostock wurden rund 10.000 Teilnehmer gezählt.
Demonstration in der Innenstadt von Schwerin gegen die Corona Massnahmen. Foto: Ulrich Perrey/dpa
Demonstration in der Innenstadt von Schwerin gegen die Corona Massnahmen. Foto: Ulrich Perrey/dpa - dpa-infocom GmbH

Das Wichtigste in Kürze

  • In Mecklenburg-Vorpommern ist die Zahl der Demonstranten gegen Corona-Massnahmen und eine Impfpflicht weiter gestiegen.

Wie Polizeisprecher sagten, beteiligten sich am Montagabend rund 17.000 Menschen in 20 Städten an angemeldeten Lichterspaziergängen, Kundgebungen und nicht angemeldeten Veranstaltungen. Das waren erneut mehr als doppelt so viele wie eine Woche zuvor, als laut Polizei etwa 7000 Menschen teilnahmen.

Grössere Proteste gab es unter anderem in Rostock, Schwerin, Neubrandenburg und Waren an der Müritz. Die Polizei registrierte bis zum frühen Abend nur vereinzelte Verstösse gegen Auflagen.

Mit rund 10.000 Teilnehmern kamen die meisten Menschen in Rostock zusammen. Die Polizei wies per Lautsprecher darauf hin, dass die Veranstaltung nicht genehmigt sei. Es kam zu kleineren Rangeleien zwischen Demonstranten und Polizisten. Auf Plakaten stand etwa «Wir sind alle nicht an der Zwangsimpfung interessiert» oder «Corona-Terror. Erst der Maulkorb. Dann die Freiheitsberaubung. Jetzt die Impfpflicht?»

Zudem hatten sich mehrere Hundert Demonstranten am Markt versammelt und Oberbürgermeister Claus Ruhe Madsen (parteilos) aufgefordert, sich zu zeigen. Unklar war, ob er überhaupt im Rathaus war.

In Schwerin protestierten etwa 2500 Menschen. Masken wurden ungeachtet der Empfehlung von Behörden nicht getragen, Abstände nur selten eingehalten. Ähnlich war es in Greifswald, wo sich mehrere Hundert Menschen zu einem Protestzug versammelten.

Die Intensivbetten für Covid-Patienten sind in Mecklenburg-Vorpommern nach Angaben des Landesamtes für Gesundheit und Soziales inzwischen vollständig ausgelastet. Am Montag lagen dort demnach 100 Covid-Patienten - vier mehr als am Vortag. Die Zahl der Patienten mit Covid-19 in den Krankenhäusern stieg auf 415, das waren 28 mehr als am Sonntag, wie es hiess.

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