Bungee-Drama: Maria sprang ohne Seil - sie war gar nicht an Reihe
Maria Eduarda R. hätte an jenem Tag gar nicht springen sollen. Weil ein anderer zu spät kam, rückte die 21-Jährige vor – ohne Seil, ohne Sicherung, ohne Chance.

Das Wichtigste in Kürze
- Eine Brasilianerin kam bei einem Bungee-Jump ums Leben, weil sie nicht angebunden war.
- Brisant: Maria war zum Zeitpunkt des Sprungs gar nicht an der Reihe – sie rückte vor.
- Die drei Sicherheitsverantwortlichen der Bungee-Firma berufen sich auf Erinnerungslücken.
Dass Maria Eduarda R. (†21) bei einem Bungee-Jump in Brasilien starb, ist bekannt. Verstörende Videos in den sozialen Medien verbreiteten sich zum Wochenstart wie ein Lauffeuer.
Zu sehen ist, wie die junge Frau Dutzende Meter nach unten stürzt, und ihr die Mitarbeiter des Bungee-Unternehmens fassungslos hinterher schauen. Im Hintergrund schreit jemand: «Das Seil! Leute, das Seil!»
Maria schlägt auf dem Boden auf, ist sofort tot. Nun zeigen neue Details, wie es zu dem tödlichen Sprung kommen konnte – und warum ausgerechnet sie das Opfer wurde.
Ein Zeuge schilderte gegenüber «O Globo» nämlich, dass die 21-Jährige zum Zeitpunkt des Unglücks eigentlich noch gar nicht an der Reihe gewesen wäre. Higor F. erklärte: «Ich hatte grosses Glück. Eigentlich hätte ich es sein sollen.»
Er kam zu spät – Maria rückte in der Schlange vor.
Niemand weiss, wer die letzte Kontrolle übernahm
Die drei festgenommenen Männer (27, 32 und 42), die für die Sicherheit des Sprungs verantwortlich waren, berufen sich auf Erinnerungslücken.
Laut «O Globo» habe ein Mitarbeiter erklärt, dass Installation und Kontrolle der Ausrüstung unter den Teammitgliedern aufgeteilt worden seien.

Wer die letzte Überprüfung vor dem Sprung hätte vornehmen sollen, könne heute niemand mehr genau sagen. Die drei sitzen wegen Verdachts auf Totschlag in Haft.
Die letzten Lebenszeichen von Maria
Maria studierte Sportpädagogik und Sportmanagement, arbeitete in einem Fitnessstudio und war Fan des FC Santos. Die Totenwache fand in ihrer brasilianischen Heimatstadt Jandira statt, wo sie auch beerdigt wurde. Nur gut zwei Stunden von der Brücke entfernt, wo sie in den Tod stürzte.
Tragisch: Stunden vor ihrem Tod hatte die Studentin aus Jandira ein Foto der Ponte do Esqueleto auf Instagram gepostet und dazu geschrieben: «Wer war der Verrückte, der mich herkommen liess, um von einer Brücke zu springen?»
Auf dem Bild war auch ein Schild mit der Aufschrift «GEFAHR – Todesrisiko» zu sehen. Es waren ihre letzten Lebenszeichen.














