G7-Gipfel

Parmelin begrüsst in Genf Staats- und Regierungschefs vor G7-Gipfel

Keystone-SDA
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Genève,

Im Vorfeld des G7-Gipfels von Evian hat Bundespräsident Guy Parmelin anreisende Staats- und Regierungschefs am Montag am Flughafen Genf empfangen.

Flughafen Genf
Guy Parmelin empfang am Montagabend auch Ukraines Präsident Wolodymyr Selenskyj am Genfer Flughafen. - Keystone

Neben den G7-Staaten nehmen zahlreiche weitere Länder am Gipfel teil. Längere Gespräche führte Parmelin in Genf mit EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen sowie mit dem brasilianischen Präsidenten Luiz Inácio Lula da Silva.

Themen des Treffens mit den Spitzen der Europäischen Union, neben von der Leyen mit EU-Ratspräsident António Costa, waren der Ausgang der Abstimmung vom Sonntag über die Volksinitiative «Keine 10-Millionen-Schweiz! (Nachhaltigkeitsinitiative)» und die nächsten Schritte beim Paket Schweiz–EU (Bilaterale III), wie die Landesregierung am Montagabend mitteilte.

Mit dem brasilianischen Präsidenten Lula da Silva besprach Parmelin die nächsten Schritte auf dem Weg zu einer Ratifizierung des Freihandelsabkommens zwischen der Europäischen Freihandelsassoziation Efta und den Mercosur-Staaten Argentinien, Brasilien, Paraguay und Uruguay.

Parmelin traf auch Selenskyj am Flughafen

Am späten Montagabend traf Parmelin auch den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj am Flughafen Genf. Die beiden sprachen über die Vermittlungsdienste der Schweiz (sogenannte Gute Dienste), Beiträge der Schweiz zum Wiederaufbau im von russischen Angriffen stark zerstörten Land und über einen Freihandelsvertrag.

Am Dienstag dürfte Parmelin in Evian mit dem kanadischen Premierminister Mark Carney über die Erneuerung des Freihandelsabkommens mit Kanada sprechen können. Ebenfalls am Dienstag wird er mit Sicherheit den britischen Regierungschef Keir Starmer treffen. Es könnten zudem kurze Gespräche mit weiteren Staats- und Regierungschefs, darunter US-Präsident Donald Trump, stattfinden.

Vor den Medien hatte sich Parmelin zuvor «stolz» gezeigt, «sechs Staats- und Regierungschefs der G7 in Genf empfangen zu dürfen» bevor sie nach Evian weiterreisen. Der Bundespräsident hatte diese am Flughafen begrüsst.

Parmelin verurteilte die Ausschreitungen vom Sonntag in Genf auf das Schärfste. Die Verantwortlichen müssten sich vor Gericht verantworten, so Parmelin.

«Stehen in engem Kontakt mit Frankreich»

Zur Frage einer Kostenteilung mit Frankreich im Falle von Schäden hatte der Bundespräsident vor zwei Wochen erklärt, dass eine Lösung gefunden werde. Seitdem schien der Delegierte des Bundesrats für den G7-Gipfel, Botschafter Alain Gaschen, die Erwartungen an dieses Szenario gedämpft zu haben, was auch die Genfer Staatsrätin Carole-Anne Kast bestätigte.

«Wir stehen weiterhin in engem Kontakt» mit Frankreich, und die Situation müsse nach dem Gipfel in Evian bewertet werden, erklärte Parmelin. Er lobte hingegen bereits die Zusammenarbeit im Sicherheitsbereich, die seiner Meinung nach gut funktioniert habe.

Nach Evian könnte Genf das Scheinwerferlicht auf sich ziehen. Denn Trump zufolge soll dort nach wochenlangen Verhandlungen ein Rahmenabkommen zur Beilegung des Krieges zwischen den USA und dem Iran stattfinden.

Unterzeichnet werden soll die Vereinbarung am Freitag. Sie soll den Grundstein für Verhandlungen etwa über Teherans Atomprogramm legen.

Kommentare

User #2962 (nicht angemeldet)

Und alles wie immer zu Lasten vom CH Steuerzahler

User #5407 (nicht angemeldet)

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