Die Regierung im Kosovo hat ein Verbot für das Schürfen von Kryptowährungen erteilt, um die Stromnutzung zu verringern. Nun wurden 272 Geräte beschlagnahmt.
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Eine Anzeigetafel zeigt Kryptowährungs-Kurse. - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Im Kosovo wurden 272 Geräte für das Schürfen von Kryptowährungen beschlagnahmt.
  • Das Land befindet sich seit Dezember in einer Energiekrise.
  • Die Regierung hat deswegen zu einer Reduktion der Stromnutzung aufgerufen.

Am Samstag wurden wegen einer Energiekrise im Kosovo 272 Geräte für das Schürfen von Kryptowährungen beschlagnahmt worden. Wie das «ORF» schreibt, wurde eine Person von der Polizei festgenommen.

Um den Stromverbrauch zu senken, hatte die Regierung in Prishtina letzte Woche ein vorübergehendes Verbot für das Kryptowährungen-Schürfen verhängt. Mehrere Menschen haben sich aber nicht daran gehalten.

Kosovo steckt in einer Energiekrise

Ausgelöst wurde die Energiekrise, da ein Teil von einem der wichtigsten Kraftwerke im Land ist ausgefallen. Danach hat die Regierung im Dezember die Stromreduzierung veranlasst.

Allein die beschlagnahmten Geräte verbrauchen so viel Strom, wie 500 Haushalte in einem Monat. Das hat der Finanzminister Hekuran Murati auf Facebook bekannt gegeben. Er schrieb: «Wir können die illegale Bereicherung einiger Menschen auf Kosten der Steuerzahler nicht zulassen.»

Weltweit steigen die Strompreise und die Nachfrage wird immer grösser. Mehr als 40 Prozent des Stroms importiert Kosovo aus anderen Ländern. Die einheimische Produktion beruht zu 90 Prozent auf Braunkohle.

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