RBS

Verlängerung der RBS-Bahnlinie bis zum Inselareal bleibt Thema

Matthias Bärlocher
Matthias Bärlocher

Bern,

Der Regierungsrat zeigt sich gegenüber einem RBS-Bahnhof beim Inselareal nicht abgeneigt, hat aber Vorbehalte.

Inselspital RBS ÖV
Tausende Mitarbeiter, Patientinnen und Besucher könnten von einer besseren ÖV-Anbindung des Inselareals profitieren. - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • FDP-Grossrätin Sandra Hess fordert die Verlängerung der RBS-Linie bis zum Inselareal.
  • Der Regierungsrat antwortet zumindest nicht ablehnend, er gibt aber einiges zu bedenken.
  • Motionärin Hess findet: «Es bräuchte jetzt das Bekenntnis, die Linie weiterzubauen.»

Warum nicht gleich auch noch das Inselareal per Bahn erschliessen? Die RBS-Linie Richtung Süden könnte entsprechend verlängert werden.

Sandra Hess Nidau
Grossrätin Sandra Hess (FDP/Nidau) fordert mit ihrer Motion die Verlängerung der RBS-Linie bis zum Inselareal. - keystone

Grund für FDP-Grossrätin Sandra Hess, eine entsprechende Motion einzureichen, denn: Die Kavernen seien im Zuge der Bauarbeiten für den neuen RBS-Bahnhof ausgebrochen und die Tunneleinfahrten gebaut.

«Insel-Bahnhof»: Ja, aber…

Der Bedarf scheint gegeben: Tausende Mitarbeiterinnen, Patienten und Besucherinnen könnten von einer besseren ÖV-Anbindung profitieren.

Bislang war jedoch vor allem von Gelenkbussen für die Buslinie 12 die Rede – nicht von einem «Insel-Bahnhof». Immerhin eine Lösung mit einer neuen Tramlinie wurde in Aussicht gestellt.

Bahnhof Bern SBB RBS
Sicht auf eine neu erstellte Personenunterführung, am 28. April 2025, im Bahnhof in Bern. - keystone

Nun hat der Regierungsrat auf die Motion geantwortet und scheint nicht grundsätzlich abgeneigt zu sein. «Es freut mich, dass der Kanton das Anliegen unterstützt», sagt Motionärin Hess dazu. Die Kantonsregierung gibt allerdings zu bedenken: Eine RBS-Linie zum Inselareal ist teuer.

Soll das Inselareal eine eigene RBS-Haltestelle erhalten?

Das könne nur rentieren, wenn auch Synergien genutzt werden könnten, lies: Der Insel-Anschluss in ein Gesamtkonzept eingebunden ist.

FDP-Grossrätin Hess will jetzt ein Bekenntnis

So schreibt der Regierungsrat: «Eine RBS-Haltestelle im Bereich des Inselareals könnte indes in Kombination mit der Erschliessung weiterer Gebiete ihren Nutzen entfalten.»

RBS Bahnhof Bern
So soll der neue RBS-Bahnhof in Bern dereinst aussehen. - rbs.ch

Dazu wolle man aber zuerst noch die Ergebnisse von noch laufenden Studien abwarten. FDP-Grossrätin Sandra Hess genügt dies als Antwort aber nicht: «Wenn man weiss, wie lange Planungshorizonte sind, bräuchte es jetzt das Bekenntnis, die Linie weiterzubauen.»

Denn, gibt Hess zu bedenken: «Je schneller der Prozess gestartet wird, umso eher kann die Linie weitergebaut werden.» Der Regierungsrat bestätigt derweil, dass man sich nichts verbaue: «Inzwischen ist im Rahmen des laufenden Bauprojekts für den neuen Tiefbahnhof sichergestellt, dass eine Verlängerung Richtung Inselareal möglich bleibt.»

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Kommentare

User #5037 (nicht angemeldet)

Erinnert mich optisch an einen alten James Bond Film moon rauer oder so hieß der. Das sah unter dem Vulkan auch so aus. Aber sind wir nicht aus den 60ern und 70ern raus? Oder soll das schon wieder Rethro sein?

User #6266 (nicht angemeldet)

Man könnte noch soo viele unterirdische RBS-Haltestellen in der ganzen Stadt Bern bauen. Dann hat Bern faktisch ein U-Bahn. 🚇

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