Die Weltorganisation für Meteorologie warnt vor wärmeren Zeiten. Der Rekord bei der globalen Durchschnittstemperatur könnte bald gebrochen werden.
Weltorganisation für Meteorologie
Die Weltorganisation für Meteorologie prognostiziert für die kommenden vier Jahre einen neuen Rekord der globalen Durchschnittstemperatur. (Symbolbild) - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Weltorganisation für Meteorologie erwartet einen neuen Rekord.
  • Zwischen 2021 und 2025 könnte es eine neue höchste globale Durchschnittstemperatur geben.
  • Die Wahrscheinlichkeit soll bei 90 Prozent liegen.

Dieses oder eines der kommenden vier Jahre könnte den Rekord bei der globalen Durchschnittstemperatur brechen. Das besagt eine Prognose der Weltorganisation für Meteorologie (WMO).

Die Wahrscheinlichkeit für den Rekord liege bei 90 Prozent, wie die UN-Organisation in Genf berichtet. Sie beruft sich dabei auf Analysen des britischen Wetterdienstes Met Office.

Rekord besteht seit 2016

Der bisherige Rekord wurde 2016 erreicht. Damals lag die durchschnittliche globale Oberflächentemperatur rund 1,2 Grad über dem Durchschnittsniveau von 1850 bis 1900. Die Jahre 2019 und 2020 lagen aber praktisch gleichauf. Die zehn Jahre von 2011 bis 2020 waren das wärmste Jahrzehnt.

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Petteri Taalas ist Generalsekretär der Weltorganisation für Meteorologie. - keystone

Möglich sei sogar, dass eines der fünf kommenden Jahre den Wert von 1,5 Grad über dem vorindustriellem Niveau erreiche. Zurzeit liege die Wahrscheinlichkeit dafür bei 40 Prozent, sie wachse aber. Einen Anstieg von 1,5 Grad wird nach dem Pariser Klimaschutzabkommen eigentlich als Obergrenze bis zum Ende des Jahrhunderts angepeilt.

Weltorganisation für Meteorologie warnt

«Dies sind nicht bloss Statistiken», sagte der Generalsekretär der Weltorganisation für Meteorologie Petteri Taalas. «Höhere Temperaturen bedeuten grössere Eisschmelze, höhere Meeresspiegel, mehr Hitzewellen und andere extreme Wetterlagen.»

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Der anthropogene Klimawandel entnimmt Grönland das Eis. - keystone

Ebenso bedeute es auch «grössere Folgen für Nahrungsmittelsicherheit, Gesundheit, Umwelt und nachhaltige Entwicklung.» Er rief alle Länder auf, klimaschädliche Treibhausgase rascher als geplant zu reduzieren.

2021-2025 in vielen Regionen wärmer

2021 wird nach der neuen WMO-Prognose im Südwesten Nordamerikas trockener als im Durchschnitt der Jahre 1981 bis 2010. Dagegen werden Australien und in Afrika die Sahel-Region südlich der Sahara feuchter.

In der Periode 2021-2025 werde es zudem in allen Regionen wärmer sein als im Durchschnitt der Jahre 1981 bis 2010. Ausgenommen von der steigenden Wärme sind Teile der südlichen Ozeane und des Nordatlantik. Ausserdem werde es wahrscheinlich mehr tropische Wirbelstürme im Atlantik geben.

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