Klimawandel setzt Zwinger Wald unter Druck
Der Klimawandel trifft den Wald in Zwingen: Alte Buchen sterben ab. Mit gezieltem Holzschlag, Verjüngung und neuen Baumarten reagiert der Forstdienst.

Wie die Gemeinde Zwingen mitteilt, zeigen sich die Folgen des menschengemachten Klimawandels auch im Wald von Zwingen. Besonders ältere Buchen leiden unter den zunehmend längeren Trockenperioden und den vermehrten Hitzetagen.
Ihre grossen Kronen trocknen von oben her aus und sterben nach und nach vollständig ab. Solche Bäume stellen ein Sicherheitsrisiko entlang von Wald- und Wanderwegen dar. Zudem kann das Holz dieser über Jahrzehnte gepflegten Bäume nur verwendet werden, wenn sie grün – also noch lebend – gefällt werden.
Die Aufgabe des Forstdienstes ist es, kommenden Generationen eine vielfältige Nutzung des Waldes zu ermöglichen. Das Schlüsselwort hierfür lautet Biodiversität. Dahinter steht das Ziel, einen Wald mit möglichst vielen Baumarten zu fördern, die mit den zukünftigen klimatischen Bedingungen zurechtkommen.
Natürliche Verjüngung und gezielte Aufforstung
Ein artenreicher und stabiler Bestand entsteht vor allem durch natürliche Verjüngung von Baumarten wie Föhre, Eiche, verschiedenen Ahornarten, Tanne, Linde oder Kirschbaum.
Um genügend Licht für das Nachwachsen und Anpflanzen zu schaffen, werden auch grössere Flächen geöffnet. Durch das Belassen einzelner Samenbäume oder kleiner Baumgruppen entstehen zudem ökologisch wertvolle Strukturen im Waldbestand.
Ergänzend zur natürlichen Verjüngung werden weitere Baumarten wie Edelkastanie, Schneeball-Ahorn, Elsbeere, Douglasie und andere gepflanzt. Diese werden im Abstand von vier bis fünf Metern gesetzt und mit Einzelschutz vor Wildverbiss geschützt.
Der Holzschlag oberhalb des Hard-Höhenwegs wird im Verlauf dieses Winters durchgeführt. Während der Arbeiten ist an mehreren Tagen mit Motorsägen- und Maschinenlärm zu rechnen. Aus Sicherheitsgründen müssen die Wanderwege in dieser Zeit gesperrt werden.










