EU

Johnson warnt EU vor Handelskrieg wegen Nordirland-Regeln

Keystone-SDA
Keystone-SDA

Grossbritannien,

Im Streit um besondere Brexit-Regeln für Nordirland hat der britische Premierminister Boris Johnson die EU vor einem Handelskrieg gewarnt.

Boris Johnson
Boris Johnson ist als Parteichef der britischen Konservativen zurückgetreten – will aber vorerst Premierminister bleiben. - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • «Alles, was wir tun, ist zu versuchen, Dinge zu vereinfachen und Handelsbarrieren zwischen Grossbritannien und Nordirland zu entfernen», sagte der konservative Regierungschef am Montag dem Sender LBC.

Falls die EU als Reaktion auf britische Gesetzespläne einen Handelskrieg begänne, wäre dies eine «grobe Überreaktion». Brüsseler hält Änderungen an dem ausgehandelten Vertrag für einen Bruch internationalen Rechts.

Mit dem Gesetz, das am Montag vorgestellt werden soll, will die britische Regierung Teile der Brexit-Vereinbarungen aushebeln. Um den Handel zwischen Nordirland und dem Rest Grossbritanniens zu vereinfachen, sollen beispielsweise mit einer «grünen Spur» Kontrollen wegfallen. Gemäss der ausgehandelten Einigung müssen Waren dort kontrolliert werden, da zwischen Nordirland und dem EU-Staat Irland keine harte EU-Aussengrenze entstehen soll. Ansonsten werden neue Spannungen in der ehemaligen Bürgerkriegsregion befürchtet.

EU-Kommissionsvize Maros Sefcovic warnte vor einseitigen Massnahmen. Dies schade dem gegenseitigen Vertrauen und sorgen für Unsicherheit, so der EU-Chefverhandler nach einem Telefonat mit der britischen Aussenministerin Liz Truss. Der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im Europaparlaments, David McAllister, bezeichnete einseitige Massnahmen ebenfalls als «nicht akzeptabel». Der CDU-Politiker sagte der Deutschen Presse-Agentur, man brauche gemeinsame Lösungen und «keine Alleingänge».

Kommentare

Weiterlesen

Armee
37 Interaktionen
Ohne Ersatzabgabe!
Beatrice Pilloud
Crans-Montana-Zoff

MEHR IN NEWS

Puma New York
Krise
Bern
F-35
Festnahme
1 Interaktionen
Immobilienmarkt

MEHR EU

Putin
30 Interaktionen
Gegen Russland
3 Interaktionen
Baku
4 Interaktionen
Kommissionsvorschlag
French President Macron and European Commission President von der Leyen press conference after a meeting at the Elysee
EU

MEHR AUS GROSSBRITANNIEN

16 Interaktionen
London
-
Epstein-Akten