Risiken auf dem Immobilienmarkt klettern mit steigenden Preisen

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Zürich,

Mit den steigenden Preisen steigen auch die Risiken auf dem Immobilienmarkt weiter an. Sie sind mittlerweile so hoch wie seit Ausbruch der Coronapandemie nicht mehr.

Wer eine Immobilie kaufen will, muss wieder mit deutlich gestiegenen Zinsen rechnen.
Wer eine Immobilie kaufen will, muss wieder mit deutlich gestiegenen Zinsen rechnen. - Marcus Brandt/dpa

Nach zwei Jahren Anstieg hat der sogenannte Real Estate Risk Index (RERI) des Online-Vergleichsdiensts Moneypark einen Wert von 3,7 Punkten erreicht. Damit ist der Index erstmals seit Mitte 2021 wieder in den Bereich des leicht erhöhten Risikos vorgestossen, wie Moneypark am Donnerstag in einem Communiqué mitteilte. Dies ist die Mitte der fünfstufigen Risikoskala.

Der Anstieg des Risikos ist insbesondere auf die weiterhin trüben Wirtschaftsaussichten und die weiter kräftig anziehenden Immobilienpreise zurückzuführen.

Den Tiefpunkt hatte der Index im dritten Quartal 2023 mit einem Wert von 2,3 Punkten erreicht. Das bedeutete damals ein tiefes Risiko. Danach ging es wieder bergauf. Ab dem dritten Quartal 2024 lag der Index dann im Bereich des mittleren Risikos.

Und nun signalisiert er erstmals seit dem zweiten Quartal 2021 wieder ein leicht erhöhtes Risiko. Die Immobilienpreise hätten im dritten und vierten Quartal 2025 im Jahresvergleich um über 4 Prozent zugelegt. Damit seien die Preise ein zentraler Treiber für das wachsende Risiko am Immobilienmarkt, denn gleichzeitig seien die Wirtschaftsaussichten verhalten und die Arbeitslosigkeit nehme weiter auf für Schweizer Verhältnisse hohem Niveau zu.

Eine schnelle Besserung scheint derweil nicht in Sicht. Für die kommenden Monate sei weiterhin ein leicht erhöhtes Risiko zu erwarten, meint Moneypark. Allerdings rechnen die Experten nicht mit einer massiven Verschärfung, denn die Vergabepolitik der Hypothekaranbieter sei restriktiv.

Der Wettbewerb der Anbieter sei zwar rege, aber nicht sehr intensiv. Eigentlich wären eigentlich aggressivere Hypothekenangebote möglich, meint Moneypark. Aber so wie jetzt steige der Verschuldungsgrad der Käufer nur moderat an.

Die Expertengruppe des Bundes erwartet für 2026 ein gedämpftes Wirtschaftswachstum, welches sich erst per 2027 wieder deutlich aufhellt. Dies könnte laut Moneypark im ersten Halbjahr 2026 nochmals zu einer leichten Erhöhung der Risiken am Immobilienmarkt führen. Gleichzeitig dürften sich die restriktive Vergabepolitik der Hypothekaranbieter und die weiterhin stabile Nachfrage nach Eigenheimen auch in den nächsten Monaten mässigend auf die Risiken auswirken.

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Kommentare

User #1583 (nicht angemeldet)

…einen „Korrektur-Crash“ ist längst überfällig, damit die Branche jammern kann und vor allem nichts ausser Garnieren tun muss…!!

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