Griechisch-orthodoxe Geistliche haben am Mittwoch in ganz Griechenland Messen zum Epiphaniafest gehalten - und sich damit gegen die Regierung gestellt.
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Griechenland kämpft gegen das Coronavirus. - Pixabay
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Das Wichtigste in Kürze

  • Athen hatte zuvor verfügt, dass die Kirchen an dem Feiertag wegen Corona für Gläubige geschlossen bleiben müssten und Zeremonien nur mit den Priestern, Psalmisten und Kirchendienern stattfinden dürfte.

Daraufhin hatte die Synode verkündet, die Gotteshäuser blieben offen, und es würden dieselbe strengen Regeln wie an Weihnachten gelten: nur wenige Gläubige je Kirche und mit ausreichend Abstand.

So kam es vielerorts zu kuriosen Bildern von Polizisten, die vor Kirchen die Einhaltung der Massnahmen kontrollierten. Fernsehbilder zeigten eine Kirche in Thessaloniki, deren Priester eigens vor die Tür trat, um die Beamten mit Weihwasser zu besprenkeln und zu segnen.

Die Polizisten bedankten und bekreuzigten sich. Um der Regierung entgegen zu kommen, verzichteten die Geistlichen jedoch auf die Weihung des Wassers am Meer, an Flüssen und Seen, um Menschenaufläufe zu verhindern.

In Griechenland wird die Taufe Jesu traditionell mit dem Wurf eines Kreuzes ins Wasser durch die Priester der Gemeinden symbolisiert. Hunderte Menschen springen dann hinterher, um das Kreuz zu ergattern.

Wem es gelingt, der soll dem Glauben nach im neuen Jahr Glück haben und gesund bleiben.

Griechenland befindet sich seit Anfang November in einem strengen Lockdown, der nur über die Weihnachtsfeiertage und Neujahr leicht gelockert wurde.

In Folge der Lockerungen stieg die Anzahl der Neuinfektionen sofort; am Dienstag meldete die griechische Gesundheitsbehörde 928 neue Fälle binnen 24 Stunden und damit mehr als doppelt so viele wie im Durchschnitt der zwei Wochen zuvor.

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