In Österreichs Ibiza-Ausschuss des Parlaments sind nach einer Sitzung fünf Corona-Infektionen bekannt geworden.
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Die Angeklagten Ex-FPÖ-Obmann Heinz-Christian Strache (L) und Klinik-Betreiber Walter Grubmüller (R) am Dienstag, 6. Juli 2021, vor Prozessbeginn im grossen Schwurgerichtssaal im Landesgericht Wien. - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Zu den Betroffenen zählt die Abgeordnete Stephanie Krisper.
  • Bei der Sitzung war Kanzler Sebastian Kurz von der konservativen ÖVP geladen.

Im Ibiza-Ausschuss des österreichischen Parlaments sind nach einer Sitzung fünf Corona-Infektionen bekannt geworden. Zu den Betroffenen zählt die Abgeordnete Stephanie Krisper, die die liberalen Neos in dem Untersuchungsausschuss vertritt. Die Oppositionspartei bestätigte den positiven Test am Dienstag.

Sitzungsteilnehmer hatten sich testen lassen, nachdem die rechte FPÖ am Montag über die Infektion ihres Ausschussmitglieds Christian Hafenecker informierte – drei Tage nachdem er selbst davon erfuhr. Bei der Sitzung vorigen Donnerstag war Kanzler Sebastian Kurz von der konservativen ÖVP geladen. Der Ausschuss hat das Ziel, mögliche Korruption in der Koalitionsregierung von ÖVP und FPÖ (2017-2019) ans Licht zu bringen. Laut dem Kanzleramt hat sich Kurz bei dem Termin nicht angesteckt.

Trägt keine Schutzmaske

Hafenecker trägt wie auch andere FPÖ-Politiker im Parlament keine Schutzmaske. Er sei zudem nicht gegen Covid-19 geimpft, weil er gegen manche Impfstoffe skeptisch sei, sagte er dem Sender Puls24: «Ich wollte mich nicht als Testperson hergeben.» Er liess sich am Tag der Sitzung testen und erhielt seinen positiven Befund am Freitag.

Diese Woche stehen im Parlament Plenarsitzungen auf dem Programm. Der Ablauf werde jedoch nicht wegen der Infektionen geändert, hiess es von der Parlamentsdirektion. Der Ibiza-Ausschuss endet kommende Woche.

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