Schwerer Zusammenbruch bei Natascha Kampusch
Entführungsopfer Natascha Kampusch erlitt laut ihrer Familie einen gesundheitlichen Zusammenbruch. Sie sei wieder in einer Art Gefangenschaft».

Das Wichtigste in Kürze
- Natascha Kampusch erlitt laut ihrer Familie einen schweren Zusammenbruch.
- Von der wortgewandten, gefassten und ruhigen Natascha sei nichts mehr da.
- Sie lebe zurückgezogen in ihrer eigenen Welt.
Vor 20 Jahren gelang Natascha Kampusch die Flucht aus ihrer achtjährigen Gefangenschaft. Anlässlich des Jubiläums strahlt ORF eine neue Dokumentation aus, die sich um den Gesundheitszustand der Österreicherin dreht. Und wie die «Bild» berichtet, geht es ihr nicht gut.
Claudia Nestelberger, die Schwester von Kampusch, sagt, Natascha sei heute ganz anders als vor 20 Jahren. Die Rede ist von einem schweren gesundheitlichen Zusammenbruch. Kurz nach ihrer Flucht trat sie gefasst, ruhig und redegewandt vor die Kameras. Heute aber ziehe sie sich stark zurück.
«Sie ist meist in einer eigenen Welt», sagt Nestelberger. «Sie ist wieder in einer Art Gefangenschaft. Es ist herzzerreissend, wir fühlen uns machtlos.» Natascha sei kaum wiederzuerkennen.
Natascha Kampusch wurde im März 1998 im Alter von zehn Jahren von Wolfgang Priklopil entführt. Acht Jahre lang wurde sie in einem Keller festgehalten und missbraucht. Nach ihrer Flucht nahm sich der Entführer das Leben.

Als Kampusch frei war und ihre Geschichte erzählte, wurde sie immer wieder angezweifelt. Mehrere Überprüfungen durch Polizeien aus verschiedenen Ländern und der Staatsanwaltschaft bestätigten aber die Version des Entführungsopfers.
Die Dokumentation mit dem Namen «Natascha Kampusch – Gefangen in Freiheit» beleuchtet nun die Folgen der Gefangenschaft und der Zweifel. Zu Wort kommen Ermittler, Staatsanwälte und Wegbegleiter. Ausgestrahlt wird sie am kommenden Montag.
















