Donald Trump

    Experte: Darum setzt Donald Trump im Ukraine-Krieg ein Ultimatum

    Laurin Zaugg
    Laurin Zaugg

    Ukraine,

    Donald Trump soll der Ukraine und Russland ein Kriegs-Ultimatum bis im Juni gesetzt haben. Experte Ulrich Schmid erklärt, Trump denke dabei primär an sich.

    Donald Trump
    Nahost-Experte Ulrich Schmid erläutert, warum Donald Trump im Ukraine-Krieg ein Ultimatum setzt. - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Im Juni soll der Ukraine-Krieg vorbei sein – so die Forderung von Donald Trump.
    • Ein Osteuropa-Experte zeigt die Beweggründe für Trumps Ultimatum auf.
    • Er handle primär aus Eigeninteresse, um bei den Zwischenwahlen im November gut dazustehen.

    US-Präsident Donald Trump will den Ukraine-Krieg bis im Juni beenden.

    Trump soll dem russischen Präsidenten Wladimir Putin und dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj ein Ultimatum gesetzt haben. Demnach müsse es bis im Juni ein Abkommen zwischen den beiden Ländern geben, berichtete zuerst die Nachrichtenagentur AP.

    Sollte die Frist nicht eingehalten werden, werde Trump wohl Druck auf beide Seiten ausüben, sagt der ukrainische Präsident zu Reportern.

    Welche sind Trumps Beweggründe für ein solches Ultimatum? Osteuropa-Experte Ulrich Schmid sagt gegenüber Nau.ch, dass Donald Trump den Frieden in der Ukraine nicht aus moralischen Gründen erzwingen wolle.

    Vielmehr sei der Frieden «ein Mittel, um Zwecke seiner eigenen Agenda zu erreichen.» So der Professor für Osteuropastudien an der Universität St. Gallen.

    Handelt Donald Trump mit Midterms im Hinterkopf?

    Der Termin im Juni habe vor allem mit den Midterm-Wahlen am 3. November in den USA zu tun. «Bis zu diesem Zeitpunkt muss Trump einen aussenpolitischen Erfolg vorweisen können, um die sinkenden Umfragewerte zu stoppen», so Schmid.

    Es scheint offensichtlich, dass sich Trump hinsichtlich der Zwischenwahlen im November Sorgen macht. Er versuchte unter anderem die Midterms, die laut US-Verfassung Sache der Bundesstaaten sind, zu «verstaatlichen». Trump liebäugelte zuletzt sogar mit einer Absage der Wahlen.

    «Russland wird Bereitschaft vortäuschen»

    Laut Nahost-Experte Schmid wird Russland nach wie vor die Bereitschaft zu Friedensverhandlungen vortäuschen. Dies nur um sie gleichzeitig mit unerfüllbaren Forderungen zu torpedieren.

    Putin
    Kremlchef Wladimir Putin hat erneut mit dem iranischen Präsidenten Massud Peseschkian telefoniert. - keystone

    Die Ukraine müsse sich die Unterstützung der USA sichern. Sie wird auf einen «Waffenstillstand mit Sicherheitsgarantien» hinarbeiten, sagt Ulrich Schmid.

    Er erklärt: «In den USA kämpfen unterschiedliche Fraktionen in der Regierung um Einfluss in der Ukraine-Frage.»

    Aussenminister Rubio gelte als Falke, der Russland in die Schranken weisen will. Vizepräsident Vance würde lieber heute als morgen den Ukraine-Krieg sich selbst überlassen.

    Werden Putin und Selenskyj das Ultimatum einhalten?

    «Trump laviert zwischen beiden Positionen.» Er müsse zudem auch berücksichtigen, dass drei Viertel der Trump-Wähler härtere Sanktionen gegen Russland befürworten.

    Kommentare

    User #4395 (nicht angemeldet)

    Weil Trump mit Putin dealken will, soll die Ukraoine aufgeben und zu einem Diktatfrieden zustimmen !

    User #1168 (nicht angemeldet)

    Es gibt alte Männer die strahlen Lebenserfahrung, Güte, Ruhe und Erfahrung aus. Bei dem ist von all diesen Positiven Seiten gar nichts zu sehen.

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