Donald Trump zu rassistischem Post: Habe keinen Fehler gemacht

Keystone-SDA
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USA,

Donald Trump weigert sich, sich für einen rassistischen Social-Media-Post zu entschuldigen. Trotz massiver Kritik sagt er: «Ich habe keinen Fehler gemacht.«

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Donald Trump hatte dieses Video auf Truth Social gepostet. - truthsocial/@realDonaldTrump

Das Wichtigste in Kürze

  • Trump entschuldigt sich nicht für einen rassistischen Social-Media-Post über die Obamas.
  • Das Weisse Haus löschte den Beitrag und schob die Schuld auf einen Mitarbeiter.
  • Auch Republikaner kritisierten den Post scharf.

US-Präsident Donald Trump will sich für den Post auf seinem Social-Media-Account, der eine rassistische Darstellung von Ex-Präsident Barack Obama und dessen Frau als Affen enthielt, nicht entschuldigen.Auf eine entsprechende Frage sagte er vor Journalisten: «Nein, ich habe keinen Fehler gemacht.»

Er habe sich lediglich den Beginn des Videos angeschaut, sagte Trump. Er nehme an, dass am Ende etwas zu sehen gewesen sei, was Leuten nicht gefalle – ihm gefalle es auch nicht, aber er habe es nicht gesehen, sagte er. Trumps Aussagen dazu liessen sich nicht unabhängig überprüfen.

Sollte sich Trump für das rassistische Video entschuldigen?

Auf die Frage, ob er die rassistischen Inhalte des Videos verurteile, sagte Trump: «Natürlich tue ich das.» Das Weisse Haus hatte zunächst versucht, den Beitrag mit der rassistischen Darstellung zu rechtfertigen, später wurde der Post von Trumps Account auf seiner Online-Plattform Truth Social nach massiver Kritik gelöscht. Die Schuld wurde auf einen Mitarbeiter geschoben.

«Ein Mitarbeiter des Weissen Hauses veröffentlichte den Beitrag fälschlicherweise», teilte ein hochrangiger US-Beamter mit.

Weisse Haus versuchte rassistischen Beitrag zu verteidigen

Zunächst hatte das Weisse Haus allerdings versucht, den Beitrag zu verteidigen. Regierungssprecherin Karoline Leavitt schrieb in einem Statement, das zum Beispiel der TV-Sender CNN verbreitete, man solle mit der gespielten Empörung aufhören. Es handle sich um einen Ausschnitt aus einem Internet-Meme-Video, in dem Trump als König des Dschungels und die Demokraten als Charaktere aus dem Filmklassiker «König der Löwen» dargestellt seien.

Die Obama-Darstellung war Teil eines Beitrags auf Trumps Account, in dem es um angebliche Manipulationen bei der von Trump verlorenen Wahl 2020 ging. Nach etwa einer Minute erschienen in einem kurzen Einschub die Gesichter von Barack und Michelle Obama mit Affenkörpern zur Melodie von «The Lion Sleeps Tonight».

barack obama
Barack Obama und Donald Trump sind keine Freunde. - keystone

Der Ausschnitt mit den Obamas stammt wahrscheinlich aus einem mit Künstlicher Intelligenz erzeugten Video, das von einem anderen Konto erstellt wurde und bereits im Herbst vergangenen Jahres kursierte, wie eine Untersuchung des Faktencheck-Teams der Deutschen Presse-Agentur ergab.

Der Demokrat Obama ist der erste Schwarze, der zum Präsidenten der Vereinigten Staaten gewählt wurde. Er war von 2009 bis 2017 im Amt.

Auch Republikaner kritisieren den Post

Selbst aus den Reihen der Republikaner gab es Kritik an dem Post. Der schwarze, republikanische Senator Tim Scott etwa schrieb auf der Plattform X, es sei das Rassistischste, was er bisher aus diesem Weissen Haus gesehen habe. «Der Präsident sollte das entfernen». Trump sagte nun, dass er mit Scott gesprochen habe und dieser «grossartig» sei.

Der US-Präsident hat schon häufiger rassistische Äusserungen und Bilder verbreitet. Er selbst meinte aber am Freitag (Ortszeit) vor Journalisten im Regierungsflieger Air Force One: «Ich bin übrigens der am wenigsten rassistische Präsident, den ihr seit langem hattet».

Donald Trump
Michelle Obama und Barack Obama wurden vom Weissen Haus rassistisch beleidigt. - Keystone

Schwarze sehen sich immer wieder Rassismus ausgesetzt, bei dem der Vergleich zu Affen als Mittel zur Beleidigung und Herabwürdigung angewandt wird.

Kommentare

User #6409 (nicht angemeldet)

Meinungsfreiheit und evolutionstechnisch korrekte Aussage.

User #2329 (nicht angemeldet)

Da kannste nichts mehr zu Sagen.

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