Nach Epstein-Frage: Donald Trump pöbelt wieder eine Journalistin an

Nicolas Eggen
Nicolas Eggen

USA,

Als CNN-Reporterin Kaitlan Collins Donald Trump bezüglich Epstein-Akten befragen will, äussert sich der US-Präsident abschätzig.

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CNN-Reporterin Kaitlan Collins stellt Donald Trump bezüglich Epstein-Akten Fragen. Der US-Präsident pöbelt daraufhin die Journalistin an. - X / @kaitlancollins

Das Wichtigste in Kürze

  • CNN-Reporterin Kaitlan Collins stellt Trump eine Frage zu den Epstein-Akten.
  • Trump sagt: «Es ist wirklich an der Zeit, dass sich das Land anderen Themen zuwendet.»
  • Daraufhin bezeichnet Trump sie unter anderem als «die schlimmste Reporterin».
  • Es ist nicht das erste Mal, dass Trump Journalisten vor laufenden Kameras beleidigt.

Am Dienstag stellt CNN-Reporterin Kaitlan Collins Trump eine Frage zu den Epstein-Akten. Collins macht darauf aufmerksam, dass Trump versucht habe, die jüngsten Enthüllungen als ausschliesslich belastend für die Demokraten darzustellen.

Doch in Wahrheit zeigten die kürzlich veröffentlichten Akten auch Verbindungen zu zwei von Trumps Verbündeten: Elon Musk und Howard Lutnick.

Verfolgst du die Entwicklungen rund um die Epstein-Akten?

Trump behauptet, dass mit den beiden alles in Ordnung sei – sonst hätte es sicherlich «grosse Schlagzeilen» gegeben.

Für Trump ist Collins «die schlimmste Reporterin»

Collins lässt nicht locker und stellt weitere Fragen. Sie betont dabei das Unbehagen vieler Frauen, die Opfer von Epsteins Verbrechen wurden.

Diese seien unzufrieden mit der Art, wie das US-Justizministerium ihre Fälle bearbeitet habe: Insbesondere die «vollständige Schwärzung ganzer Zeugenaussagen».

Trump versucht, das Thema zu wechseln und erklärt: «Ich denke, es ist wirklich an der Zeit, dass sich das Land anderen Themen zuwendet. Jetzt, wo nichts über mich herausgekommen ist.»

Doch Collins gibt nicht auf und hakt nach: «Aber was würden Sie den Menschen sagen, die das Gefühl haben, keine Gerechtigkeit erfahren zu haben, Herr Präsident?»

Damit trifft sie offenbar einen wunden Punkt. Denn Trump bezeichnet sie daraufhin als «die schlimmste Reporterin».

Anschliessend holt er zum Rundumschlag aus: «Sie ist eine junge Frau, aber noch nie habe ich sie lächeln sehen. Ich kenne sie nun schon seit zehn Jahren... aber ich glaube nicht, dass ich jemals ein Lächeln auf ihrem Gesicht gesehen habe.»

Als Collins den US-Präsidenten erneut nach den Überlebenden des Missbrauchs durch Epstein fragt, ignoriert sie dieser: «Wissen Sie warum Sie nie lächeln? Weil Sie wissen, dass Sie nicht die Wahrheit sagen», sagt dieser abschliessend.

Donald Trump beleidigt immer wieder Journalistinnen

Es ist nicht das erste Mal, das Trump Journalisten vor laufenden Kameras beleidigt. Schon im November wurde Donald Trump zu den veröffentlichten E-Mails von Jeffrey Epstein befragt, in denen auch er erwähnt wurde. Schon damals wollte Trump die Frage nicht beantworten und beleidigte die Journalistin.

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Donald Trump bezeichnete eine Journalistin vor laufender Kamera als «Piggy», auf Deutsch Schweinchen. - Youtube / @CBSChicago

An Bord der Air Force One verlor Trump die Kontrolle. Er zeigte mit dem Finger auf die Bloomberg-Journalistin und sagte bestimmt: «Quiet, quiet piggy.» Also «still, still, Schweinchen.»

Donald Trump fragt Journalistin: «Sind Sie dumm?»

Ein weiteres Beispiel: Nach dem Nationalgardisten-Attentat im November in Washington stellt eine Journalistin die Schuldzuweisung von Donald Trump infrage. Der US-Präsident reagiert beleidigend und fragt sie: «Sind Sie dumm?»

Der Grund für die Beleidigung: Die Reporterin betonte, dass das FBI und das Heimatschutzministerium afghanische Bürger vor ihrer Einreise in das Land überprüfen würden.

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«Bist du dumm?», schnauzt der US-Präsident während einer Medienkonferenz die Journalistin an. - X / @MagAmericans

Damit stellte sie Trumps Darstellung infrage, wonach die Biden-Regierung die Schuld am Attentat trage. Als die Journalistin nachhakt, weshalb Trump Biden dennoch verantwortlich mache, verliert Trump sofort die Fassung.

«Sind Sie dumm? Sind Sie eine dumme Person?», fragte er sie wiederholt.

Kommentare

User #3879 (nicht angemeldet)

BB Blickt auf ein erfolgloses Jahr zurück. Trotz seines unermüdlichen Einsatzes, durchschnittlich je etwa 18 Stunden an 365 Tagen sind ihm keine Schafe zugelaufen. Sein Fanclub besteht nach wie vor nur aus einer Ziege. Aber die zählt nicht, denn die war schon vorher da. Ziegen sind halt noch viel dümmer, als Schafe.

User #3965 (nicht angemeldet)

Als Kaitlan Collins würde ich zukünftig speziell auf meine Eltern achten, sonst fehlen sie plötzlich, wie in Texas geschehen. Aber Trump weiss ja angeblich nichts davon.

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