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    EU will Wirtschaftssanktionen gegen Russland verlängern

    Keystone-SDA
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    Belgien,

    Die EU entschied beim Gipfeltreffen in Brüssel, die Sanktionen gegen Russland nochmals um sechs Monate zu verlängern.

    wladimir putin ukraine krieg
    Der russische Präsident Wladimir Putin. (Symbolbild) - Keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die EU will die Sanktionen gegen Russland verlängern.
    • Sie will Putin damit dazu zwingen, mehr für den Friedensprozess in der Ostukraine zu tun.

    Die wegen des Ukraine-Kriegs verhängten Wirtschaftssanktionen gegen Russland sollen abermals verlängert werden. Darauf einigten sich die Staats- und Regierungschefs der EU-Staaten am Freitagmorgen beim EU-Gipfel in Brüssel, wie Diplomaten mitteilten.

    Die Sanktionen werden wegen fehlender Fortschritte im Friedensprozess für die Ukraine verlängert. Die EU hatte die Sanktionen trotz Milliardenverlusten für heimische Unternehmen zuletzt im vergangenen Winter bis zum 31. Juli 2018 verlängert. Sie sollen nun weitere sechs Monate gelten.

    Druck auf Putin

    Im Sommer 2016 war beschlossen worden, die Handels- und Investitionsbeschränkungen erst dann aufzuheben, wenn die Vereinbarungen des Minsker Friedensplanes zum Ukraine-Krieg komplett erfüllt sind. Dies ist noch nicht der Fall.

    Mit der Koppelung der Sanktionen an den Friedensplan wollen die EU-Staaten den russischen Präsidenten Wladimir Putin dazu bewegen, seinen Einfluss auf die pro-russischen Separatisten in der Ostukraine stärker für eine Beilegung des Konfliktes zu nutzen.

    Kritik aus mehreren Ländern

    Experten gehen nach Angaben von Diplomaten davon aus, dass die Sanktionen Russland bereits einen dreistelligen Milliarden-Betrag gekostet haben. Doch auch die europäische Konjunktur wird in Mitleidenschaft gezogen, da die Strafmassnahmen auch den Handel vieler EU-Unternehmen mit Russland erschweren und Russland im Gegenzug Einfuhrverbote für westliche Agrarprodukte wie Obst und Fleisch verhängt hat.

    Vor allem Länder wie Italien, Griechenland und Bulgarien standen der Sanktionsverlängerung deswegen kritisch gegenüber. Die neue Regierung in Rom hatte zuletzt sogar ein Veto nicht ausgeschlossen - machte letztlich aber doch nicht von dieser Möglichkeit Gebrauch.

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