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EU-Gesundheitsbehörde rechnet mit starker Delta-Ausbreitung

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Schweden,

ECDC-Direktorin Andrea Ammon warnt vor der Delta-Variante: Bis im August dürfte Delta das epidemiologische Geschehen in Europa dominieren, so die Prognose.

ECDC
Die deutsche ECDC-Direktorin Andrea Ammon. (Archivbild) - AFP/Archiv

Das Wichtigste in Kürze

  • Die EU-Gesundheitsbehörde warnt vor der Delta-Variante.
  • Bis August dürfte sie andere Varianten weitgehend verdrängen, so die Prognose.
  • Die Delta-Variante ist nicht nur ansteckender, auch Impfungen schützen schlechter vor ihr.

Die zunächst in Indien aufgetretene Delta-Variante des Coronavirus könnte im Laufe des Sommers deutlich in Europa ausbreiten. Dies geht aus einer Einschätzung der EU-Gesundheitsbehörde ECDC hervor.

«Es ist sehr wahrscheinlich, dass die Delta-Variante während des Sommers stark zirkulieren wird», erklärte ECDC-Direktorin Andrea Ammon am Mittwoch. Dies gelte ganz besonders für Jüngere, die nicht zu den Zielgruppen der Impfkampagnen gehörten.

Prognosen: Delta-Variante wird sich durchsetzen

Den verfügbaren wissenschaftlichen Erkenntnissen zufolge sei die Delta-Variante um 40 bis 60 Prozent übertragbarer als die zunächst in England aufgetretene Alpha-Variante, erklärte die in Stockholm ansässige Behörde.

Sie rechnet deshalb damit, dass schon Anfang August 70 Prozent aller Corona-Neuinfektionen in der Europäischen Union auf Delta zurückzuführen sind. Ende August dürften es dann bereits 90 Prozent sein.

Impfung schützt weniger

Unerfreulicherweise zeigten vorläufige Daten, dass sich auch Menschen mit der Delta-Variante anstecken könnten, die erst eine Dosis der derzeit verfügbaren Impfstoffe erhalten hätten, erklärte Ammon. Die gute Nachricht sei dagegen, dass zwei Impfdosen einen hohen Schutz gegen diese Variante und ihre Folgen böten.

Ein sehr hohes Tempo bei den Impfkampagnen sei deshalb äusserst wichtig. Zu diesem Zeitpunkt sei zudem entscheidend, die Zweitimpfung innerhalb der geringsten zugelassenen Zeitspanne nach der Erstimpfung zu verabreichen. So könnten Gefährdete geschützt werden. Noch immer bestehe für zu viele Menschen das Risiko, ernsthaft an Covid-19 zu erkranken.

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