Heute gedenkt der italienische Staatschef Sergio Mattarella den Corona-Opfern. Das Land ist von der Pandemie besonders stark betroffen.
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Sergio Mattarella, Präsident von Italien. - dpa

Das Wichtigste in Kürze

  • Vor einem Jahr verzeichnete Italien die ersten Corona-Fälle.
  • Staatschef Sergio Mattarella gedenkt heute den Opfern.

Ein Jahr nach dem Bekanntwerden erster Corona-Fälle in der norditalienischen Lombardei haben Politiker und Verbände dem Gesundheitspersonal einen Tag gewidmet. Seit sich das Coronavirus ausgebreitet habe, hätten sie sich der weitreichenden Bedrohung als gewachsen erwiesen, teilte Italiens Staatschef Sergio Mattarella am Samstag in Rom mit. Sehr viele Mitarbeiter hätten sich mit dem Virus infiziert und unter den Ärzten und dem Pflegepersonal seien ihm zu viele zum Opfer gefallen. «Dieser Tag ist vor allem ihnen gewidmet», sagte der 76-Jährige.

In das nationale Gesundheitssystem zu investieren, sei der beste Weg, um allen zu danken, die sich jeden Tag um uns kümmern, schrieb Gesundheitsminister Roberto Speranza in einem Post auf Facebook.

Der Pontifex bei seinem Besuch in den USA im Jahr 2015.
Der Pontifex bei seinem Besuch in den USA im Jahr 2015. - Keystone

Papst Franziskus gedachte der Ärzte und Krankenpfleger in einem Brief an den Leiter der Päpstlichen Akademie für das Leben. «Das Beispiel so vieler Brüder und Schwestern, die im Einsatz gegen Corona ihr eigenes Leben aufs Spiel gesetzt haben, ruft uns zu tiefer Dankbarkeit auf», schrieb er darin, wie das Medienportal «Vatican News» berichtete.

Italien wurde hart von der Corona-Pandemie getroffen. Bislang starben mehr als 95 200 Menschen mit dem Virus. Die Behörden verzeichneten mehr als 2,780 Millionen Infektionen. In dem Land mit rund 60 Millionen Einwohnern stagnierte der Corona-Trend in den vergangenen Wochen. Die täglichen Infektions- und Totenzahlen blieben auf einem ähnlichen Niveau.

Experten des Gesundheitsministeriums hatten am Freitag gesagt, dass ihnen die zirkulierenden Corona-Varianten Sorgen bereiten. Punktuell wurden bereits Lockdowns für einige Städte oder Provinzen verhängt, wie etwa im mittelitalienischen Perugia, wo sich die brasilianische Variante ausgebreitet hat.

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