Bei Olympia patrouillieren Polizisten aus Katar
Die Winterspiele in Italien finden unter strengen Sicherheitsvorkehrungen statt. Neben italienischen Polizisten sind auch ausländische Beamte im Einsatz – etwa aus Katar.

Bei den Olympischen Winterspielen von Mailand und Cortina d'Ampezzo patrouillieren auch Einsatzkräfte einer Spezialeinheit aus Katar rund um die Sportstätten des Grossevents. In Mailand wurden Beamte der katarischen Lechwija-Einheit sowie Polizisten, auf deren blauen Jacken «Qatar Polizia» steht, gesehen. Unter Touristen und Passanten in der Metropole sorgte der Anblick der Einsatzkräfte in Camouflage-Uniformen für Verwirrung.
Hintergrund der Präsenz der katarischen Beamten ist ein Kooperationsabkommen zwischen Italien und Katar, das die Innenminister der beiden Länder vergangenen September zur Vorbereitung der Winterspiele in Italien unterzeichnet hatten. Dieses regele den «Beitrag der katarischen Sicherheitskräfte zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung», hiess es in einer Mitteilung nach dem Besuch von Minister Matteo Piantedosi in Doha.
Die Lechwija agieren als elitäre Sicherheitseinheit direkt unter dem Emir von Katar und sichern sowohl internationale Grossevents als auch die nationale Stabilität des Golfstaates ab. Sicherheitskräfte in Katar dienen oft als Machtinstrument, um politische Kritik oder sozialen Protest zu unterbinden.
Sie sind Teil der insgesamt 6000 Sicherheitskräfte, die bei den Winterspielen zum Einsatz kommen. Die katarischen Beamten sind aber nicht die einzigen Sicherheitskräfte aus dem Ausland. Um den Schutz der US-Offiziellen kümmern sich auch Beamte der Einwanderungspolizei ICE, die wegen ihres teils brutalen Vorgehens gegen Migranten in den USA in der Kritik steht. Wegen deren Präsenz gab es in Italien im Vorfeld Ärger und Proteste.














