Der dänische Gesundheitsminister Magnus Heunicke geht davon aus, dass allen Menschen in Dänemark irgendwann eine dritte Corona-Impfung angeboten wird.
Dänemark
Mette Frederiksen (r-l), Ministerpräsidentin in Dänemark, Magnus Heunicke, Gesundheitsminister in Dänemark, und Kaare Moelbak, Chefvirologe beim Staatlichen Seruminstitut, geben eine Pressekonferenz über weitere Corona-Beschränkungen in Dänemark. (Archivbild) - dpa

Die Gesundheitsbehörden prüften derzeit, wann ein dritter Piks relevant werden könnte, sagte er am Montag bei einer Pressekonferenz in Kopenhagen. Ministerpräsidentin Mette Frederiksen sagte, sie erwarte für die Zukunft keine umfangreichen Schliessungen aufgrund der Corona-Pandemie mehr - «weil wir die Superwaffe haben: die Impfstoffe», so Frederiksen.

Der Direktor des Nationalen Gesundheitsamtes, Søren Brostrøm, fügte mit Blick auf dritte Impfungen hinzu, dass an einer Richtlinie für spezielle Gruppen gearbeitet werde, die ein besonders schwaches Immunsystem haben. Das könnten etwa Krebspatienten sein, die eine Chemotherapie erhalten, oder Menschen, die eine Organtransplantation hinter sich haben. Sobald die Daten gesammelt seien - voraussichtlich in einigen Monaten - würden dann Impfrichtlinien für grössere Bevölkerungsgruppen erstellt, so Brostrøm. «Wir sind an vorderster Front dabei und haben bei Bedarf auch Impfstoffe dafür.»

In Dänemark sind inzwischen 69 Prozent der Bevölkerung vollständig geimpft. Dennoch ist die Anzahl der Menschen, die mit Covid-19 im Krankenhaus behandelt werden müssen, seit dem 1. August von 57 auf 131 Menschen gestiegen. Gesundheitsminister Heunicke wies darauf hin, dass 80 Prozent dieser Patienten nicht vollständig geimpft seien. «Wir steuern auf eine Epidemie unter den Ungeimpften in Dänemark zu», sagte Heunicke.

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