Kurz nach der Impfung gegen Corona stirbt ein Kind (†12) in Deutschland. Seine Vorerkrankungen können als Todesursache nicht ausgeschlossen werden.
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Ein Arzt verimpft das Vakzin gegen das Coronavirus. - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Ein Kind (†12) mit Vorerkrankungen ist zwei Tage nach der Corona-Impfung gestorben.
  • Ein Zusammenhang mit dem Vakzin scheint laut ersten Obduktions-Ergebnissen möglich.
  • In der Schweiz sind bislang 150 Menschen kurz nach der Impfung verstorben.

In Niedersachsen ist ein Kind (†12) zwei Tage nach der zweiten Impfung gegen das Coronavirus gestorben. Das Gesundheitsamt des Landkreises Cuxhaven hat eine Obduktion in Auftrag gegeben. Ein erstes Protokoll lege einen Zusammenhang der Impfung mit dem Tod nahe, teilte der Kreis laut der «Bild» mit.

Das Kind habe aber auch an Vorerkrankungen gelitten. Eine andere Todesursache könne deshalb zum aktuellen Zeitpunkt nicht ausgeschlossen werden. Am Donnerstag werden die Resultate der Untersuchungen erwartet, die Aufschluss geben sollten.

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In einigen Ländern (hier Kuba) werden bereits Kinder unter zehn Jahren gegen Corona geimpft. - Keystone

Gravierende Nebenwirkungen, die zum Tod führen, träten extrem selten auf, so der Chef des Cuxhavener Gesundheitsamts. Laut dem Paul-Ehrlich-Institut gibt es bei fünf Todesfällen von Kindern möglicherweise einen Zusammenhang mit der Impfung. Sie sind alle zwischen zwei und 24 Tagen nach dem Pieks verstorben. Drei davon hatten schwere Vorerkrankungen.

In der Schweiz listet Swissmedic 62 Verdachtsfälle unerwünschter Impf-Nebenwirkungen bei Kindern unter 17 Jahren. Insgesamt führten schwerwiegende Nebenwirkungen zu 150 Todesfällen. Ob darunter auch Kinder sind, ist nicht angegeben, das Durchschnittsalter liegt bei fast 80 Jahren.

Es gebe zwar eine zeitliche Assoziation. Trotzdem gebe es in keinem Fall konkrete Hinweise darauf, dass die Impfung gegen Corona die Todesursache gewesen sei, so Swissmedic.

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