In Österreich gilt nun die 2G-Regel gegen das Coronavirus: Nur noch Geimpfte und Genesene dürfen in die Beiz & Co. Der Run auf die Impfzentren hat begonnen.
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Eine Frau lässt sich Ende Oktober in Wien gegen das Coronavirus impfen. - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Ab heute Montag gilt in Österreich die 2G-Regel.
  • Das heisst: Ungeimpfte können nicht mehr zum Coiffeur oder ins Hotel.
  • Die Verschärfung löste bereits einen Andrang auf die Impfzentren aus.

In Österreich steigen die Fallzahlen des Coronavirus exponentiell stark an. Deshalb hat die Regierung am Freitag entschieden: Der Zutritt für Beizen, Hotels, Veranstaltungen und Friseure wird auf Geimpfte und Genesene beschränkt. Die sogenannte 2G-Regel gilt ab heute Montag und wird wohl mindestens bis Weihnachten in Kraft bleiben.

Die 2G-Regel löste bei unseren Nachbarn einen regelrechten Andrang auf die Impfzentren aus. So wurden landesweit wieder deutlich mehr Erstimpfungen gezählt. Am Samstag holten sich laut Angaben der «Kronen Zeitung» unter anderem 10'488 Österreicher ihren ersten Piks.

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In Wien bildeten sich zuletzt lange Schlangen vor den Impfzentren. Österreich will ab Februar 2022 eine allgemeine Impfpflicht gegen das Coronavirus einführen. - Keystone

Am meisten waren es demnach mit 2245 in Wien vor Kärnten (2105), Niederösterreich (1638) und Tirol (1460). Nach der Ankündigung der Massnahme stieg beispielsweise die Wartezeit in der grössten Impfstrasse Wiens auf eineinhalb Stunden.

Deutliche Anstiege der Erstimpfungen wurden am Tag nach der Ankündigung der 2G-Regel auch im Burgenland registriert. Wie der dortige Landesmedienservice berichtet, wurde ein Zuwachs aber bereits in den letzten Wochen bemerkt. Als Grund wurden etwa die seit Anfang November geltenden Verschärfungen am Arbeitsplatz (3G-Regel) genannt. Im Burgenland wurde zudem vor zwei Monaten auch eine grosse Impflotterie lanciert.

Coronavirus: Andrang auf Impfzentren bereits vor 2G-Bekanntgabe

Auch landesweit kam es bereits vor Freitag zu einem Anstieg der Impfungen gegen das Coronavirus. Unter anderem wurden am Freitag 17'011 Erstimpfungen verabreicht. Insgesamt wurden vergangene Woche sogar mehr Impfungen durchgeführt als in jeder anderen Woche seit der ersten Augustwoche.

Damals waren es 262'341 Impfungen, letzte Woche verzeichnet das Impfregister bereits 213'406 Impfungen (ohne Sonntag). Davon war gut ein Viertel Erstimpfungen (62'720) – so viele wie seit Ende Juli nicht mehr. Der Grossteil entfiel diese Woche aber auf Booster-Impfungen (113'350).

In Österreich gilt seit Montag der Lockdown für Ungeimpfte – finden Sie das in Ordnung?

Insgesamt sind in Österreich 65 Prozent der Bevölkerung geimpft. Am höchsten ist die Durchimpfung in den Bezirken Oberpullendorf und Mistelbach mit mehr als 74 Prozent. Schlusslichter sind die Bezirke Braunau mit 53 und Spittal an der Drau mit knapp 56 Prozent

Die Sieben-Tage-Inzidenz des Coronavirus in Österreich lag zuletzt bei rund 570 Fällen pro 100'000 Einwohner.

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