Horrortat in Wien: 14-Jährige postet Aufnahmen ihres Mordopfers

Laurin Zaugg
Laurin Zaugg

Österreich,

Eine 14-Jährige stach eine 64-jährige Besucherin eines Wiener Friedhofs nieder. Die Täterin veröffentlichte Aufnahmen der Leiche über Snapchat und Instagram.

Psychische Probleme
Eine 14-Jährige mit psychischen Problemen stach in Wien eine Rentnerin nieder und postete Aufnahmen der Leiche auf Social Media. (Symbolbild) - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Auf einem Friedhof in Wien stach eine 14-Jährige am Montag eine 64-Jährige nieder.
  • Anschliessend veröffentlichte sie Aufnahmen der Leiche auf Snapchat und Instagram.
  • Das Motiv der Täterin, die unter psychischen Problemen leidet, ist unklar.

Es ist eine grausame Tat, die sich am vergangenen Montag am Baumgartner Friedhof im Wiener Gemeindebezirk Penzing ereignete.

Beim Besuch des Grabes von Angehörigen wurde die 64-jährige Andrea S. von einem 14-jährigen Mädchen niedergestochen.

Die Täterin, die in einer nahegelegenen betreuten Wohngemeinschaft lebt, veröffentlichte anschliessend Aufnahmen der Leiche über Snapchat und Instagram.

Das Mädchen scheint nach bisherigen Erkenntnissen keinerlei Gründe für die Tat gehabt zu haben. Wie die «Kronen Zeitung» berichtet, leide das Mädchen unter psychischen Problemen.

Nach mehr als fünf Messerstichen in Kopf und Hals mit einem Taschenmesser gab es für Andrea S. keine Überlebenschancen mehr. Die Rentnerin, die wenige Minuten entfernt in einer alten Villa wohnte, war einfach zur falschen Zeit am falschen Ort.

Täterin war «sehr gelassen» und «kalt»

Selbst beim stundenlangen Verhör konnten die Ermittler kein Tatmotiv feststellen – obschon sich die Täterin geständig zeigte, so die Zeitung. Vieles deutet darauf hin, dass ihre schlechte psychische Verfassung ausschlaggebend war.

Arthur Altbart, der 18-jährige Junior-Chef des für den Fall zuständigen Bestattungsunternehmens, war kurz nach der Tat vor Ort.

Wiener Friedhof
Selbst Mitarbeitende des Friedhofs waren schwer betroffen, obwohl sie täglich mit dem Tod konfrontiert sind. - keystone

Altbart beschreibt die Täterin gegenüber dem TV-Sender «OE24» als «sehr gelassen» und «kalt». «Ich stand etwa eine Stunde neben ihr, circa zwei Meter von ihr entfernt», sagt er.

Auch Friedhofsmitarbeitende waren schwer betroffen von dem Vorfall, obwohl sie täglich mit dem Tod konfrontiert sind.

Bis zu zehn Jahren Freiheitsstrafe

Die Täterin befindet sich aktuell im Wiener Bezirk Josefstadt in der Justizanstalt. Rechtsanwalt Florian Höllwarth ordnete gegenüber dem Fernsehsender ein, was das Mädchen für Konsequenzen davontragen könnte.

Das Jugendstrafgericht gibt laut Höllwarth keine Mindeststrafe vor und schliesst lebenslängliche Strafen aus. Er vermutet, dass das Mädchen mit bis zu zehn Jahren Freiheitsstrafe rechnen müsse.

Es stelle sich jedoch die Frage, ob die Täterin bei der Tat zurechnungsfähig und demnach schuldfähig war. Aufgrund ihres psychischen Zustandes sei es naheliegend, dass sie in die Kinderpsychiatrie eingewiesen werde.

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