Coronavirus

    Coronavirus: Mutter und Impfgegnerin stirbt an Covid

    Simon Binz
    Simon Binz

    Grossbritannien,

    Die Britin Abby Gibbs hatte im Internet zahlreiche Verschwörungstheorien gelesen und sich deshalb nicht impfen lassen – nun ist sie am Coronavirus gestorben.

    Abby Gibbs Coronavirus
    Abby Gibbs starb im Alter von nur 24 Jahren am Coronavirus – die dreifache Mutter war nicht geimpft. - Facebook

    Das Wichtigste in Kürze

    • Eine Mutter und Impfgegnerin ist in Grossbritannien nach einer Infektion verstorben.
    • Die erst 24-Jährige Abby Gibbs sprach zum Schluss vom «grössten Fehler ihres Lebens».

    Eine Person kämpft gegen die Impfung gegen das Coronavirus, stirbt und hinterlässt eine trauernde Familie. Es ist eine traurige Schlagzeile, die ähnlich klingt, wie viele andere in den letzten Monaten...

    Abby Gibbs (†24) hatte im Internet zahlreiche Verschwörungstheorien zu den Corona-Impfstoffen gelesen. Deshalb entschied sich die Britin, dass sie auf keinen Fall geimpft werden wolle. Eine Entscheidung mit tödlichen Folgen: Gibbs infizierte sich mit Coronavirus, kämpfte 17 Tage auf der Intensivstation um ihr Leben und starb vor knapp zwei Wochen.

    Coronavirus
    Abby Gibbs (†24) mit ihrem Ehemann, dessen Schwester und zwei ihrer drei Kinder. - Facebook

    Zurück bleibt eine trauernde Familie, die nach Erklärungen sucht. Ihre Mutter Lynne Gibbs erinnert sich gegenüber der «Daily Mail» an ihre Tochter: «Sie hatte ein wunderschönes Lächeln und war so freundlich. Mit ihrem Lächeln, ihrer Grosszügigkeit und ihrem Humor hatte sie jeden um den Finger gewickelt.»

    Mutter Lynne wollte sich eigentlich gleichzeitig mit ihrer Tochter impfen lassen. Doch Abby habe den Kopf so voller Verschwörungstheorien gehabt, dass sie es sich anders überlebte. Eine Entscheidung, die sie laut ihrer Mutter bereute. Als sie ins Krankenhaus kam, soll sie gegenüber Lynne gesagt haben: «Mama, ich wünschte, ich hätte mir den Impfstoff geholt – das war der schlimmste Fehler meines Lebens.»

    Coronavirus trennte Mutter von Kindern

    Besonders tragisch: Die leidenschaftliche Mutter dreier Kinder konnte im Spital nur noch per Handykamera mit ihren drei Kindern in Kontakt stehen. Laut ihrer Familie, gab es für sie nichts wichtigeres im Leben als Makayla (6), Harrison (5) und Fallyn (2).

    Gibbs' Bruder Lewis, der letzte Mensch mit dem sie sprach, erinnert sich an die letzten Worte seiner Schwester: «Sie sagte mir, ich solle mich um die Kinder kümmern, damit sie das beste Leben bekommen, das sie haben können.»

    Abby Gibbs Coronavirus
    Der Tod von Abby Gibbs löste in ihrer Heimatstadt Brandon in Grossbritannien einen Run auf die Corona-Impfung aus. - Twitter

    In ihrer Heimatstadt Brandon gab Abbys Tod der Impfkampagne einen Schub. Bruder Lewis: «Nachdem Abby gestorben war, konnte man in Brandon keine Impfung mehr bekommen. Es waren einfach keine Spritzen gegen das Coronavirus mehr übrig.»

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