Wegen der verkürzten Zertifikatsdauer gelten 900'000 Österreicher bald als gegen Corona ungeimpft. Neben Lockdown könnte ihnen sogar eine Busse drohen.
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Im österreichischen Handel gilt 2G. Geimpfte müssen aber aufpassen, dass der Pieks nicht zu lange zurückliegt. - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Rund 900'000 österreichische Impfzertifikate laufen am 1. Februar aus.
  • Lassen sich die Betroffenen nicht boostern, gilt der Lockdown auch für sie.
  • Im schlimmsten Fall könnte ihnen wegen der Impfpflicht sogar eine Busse drohen.

In Österreich gilt wegen der Ausbreitung des Coronavirus ausser in Läden des täglichen Bedarfs überall die 2G-Regel. Ungeimpfte dürfen nicht in Geschäfte, Kinos und Restaurants. Nur wenig Einschränkungen gelten hingegen für Genesene und Geimpfte. Genauer gesagt: für Personen, die als geimpft gelten.

Diese Präzisierung könnte für fast 900'000 Österreicher bald schwere Folgen haben. Denn wie die «Salzburger Nachrichten» berichten, laufen am 1. Februar die Impfzertifikate von 897'000 doppelt Geimpften aus. Sie alle gelten dann als ungeimpft – der Lockdown betrifft sie dann auch.

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Österreichische Polizisten kontrollieren vermehrt, ob die Kunden in Läden gegen Corona geimpft oder davon genesen sind. - Keystone

Ab Februar gelten zweifach geimpfte Österreicher nur noch für sechs Monate als geschützt. Dann müssen sie die Booster-Impfung holen, um das Zertifikat für weitere neun Monate zu erhalten.

Eine Problematik, die auch dem Gesundheitsministerium bekannt ist. Man werde in den kommenden Wochen verstärkt darüber kommunizieren, teilt es mit den «Salzburger Nachrichten» mit. «Niemand soll vom Ablauf der Gültigkeit überrascht werden.»

Sind Sie geboostert?

Doch der Lockdown könnte nicht die einzige Folge für ungeboosterte Österreicher werden: Sollte wie geplant die Impfpflicht gegen das Coronavirus am 4. Februar in Kraft treten, könnten sie sogar gebüsst werden.

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