Österreich beschließt Kopftuchverbot in Schulen

    Samantha Reimer
    Samantha Reimer

    Österreich,

    Österreich hat ein Kopftuchverbot für muslimische Schülerinnen unter 14 Jahren beschlossen. Es gilt ab Schuljahr 2026/2027 an allen Schulen.

    kopftuch
    Eine Schülerin mit Kopftuch nimmt am Unterricht teil. (Symbolbild) Foto: Bernd Thissen/dpa - dpa-infocom GmbH

    Das österreichische Parlament hat ein Kopftuchverbot für muslimische Schülerinnen unter 14 Jahren verabschiedet. Das Gesetz gilt ab Schuljahr 2026/2027.

    Der Nationalrat stimmte der Gesetzesnovelle zu und auch die Regierungsparteien ÖVP, SPÖ und NEOS unterstützten sie. Auch die FPÖ sagte ja, wie die «Tagesschau» berichtet.

    Die Grünen lehnten hingegen ab. Sie sehen darin Verfassungsprobleme, meldet «Die Zeit».

    Geltungsbereich und Zeitplan

    Das Verbot betrifft Kopftücher nach islamischer Tradition und gilt an allen Schulen, auch privaten.

    Laut der «Tagesschau» startet im Februar 2026 eine Aufklärungsphase.

    Findest du, dieses Verbot geht zu weit?

    Das Verbot tritt zum Schulbeginn 2026/2027 in Kraft und umfasst Mädchen bis 14 Jahre, wie «News4teachers» bestätigt.

    Sanktionen bei Verstössen

    Bei Nichteinhaltung spricht die Schulleitung zuerst mit den Eltern, danach kommt die Schulbehörde.

    Als Letztes drohen Geldstrafen bis 800 Euro, berichtet «t-online».​ Zudem sind Ersatzfreiheitsstrafen möglich.

    Kopftuchverbot
    In Österreich sorgt das Kopftuchverbot vor allem bei Schulen und Juristen für Diskussionen. (Symbolbild) - keystone

    Die FPÖ will ausserdem das Verbot auf Lehrerinnen ausweiten. Die Mehrheit hierfür fehlte jedoch, wie «Parlament.gv.at» meldet.

    Kritik an Kopftuchverbot an Schulen

    Ein ähnliches Verbot von 2019 scheiterte jedoch am Verfassungsgerichtshof. Es galt nur für Grundschulen, wurde aber dennoch als diskriminierend eingestuft, wie die «Tagesschau» erinnert.

    Menschenrechtsorganisationen kritisieren die Situation ebenfalls scharf.

    Sie sehen laut «t-online» die Religionsfreiheit bedroht, die Verfassungskonformität bleibt somit fraglich.

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    Kommentare

    User #9075 (nicht angemeldet)

    jemand anders trägt etwas anderes als ich! Ich fühl mich bedroht! Leck wir hätten Corona nie aufhalten dürfen...

    User #1398 (nicht angemeldet)

    Offenbar bewirken Leute wie Politiker Kickl und Journalist Grosz (hervorragender Rhetoriker!!) in Österreich etwas. Fehlt hier in der CH völlig.

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