Stadt Zürich

    Kosovos Ministerpräsident Albin Kurti tritt in Zürich auf

    Keystone-SDA
    Keystone-SDA

    Zürich,

    Im Vorfeld der Neuwahlen im Kosovo ist der kommisarisch amtierende Ministerpräsident Albin Kurti in Zürich aufgetreten.

    Albin Kurti Kosovo
    Albin Kurti regiert Kosovo bereits seit dem Jahr 2021. - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Kosovos Ministerpräsident Albin Kurti ist in Zürich aufgetreten.
    • Im Kosovo stehen am 28. Dezember vorgezogene Parlamentswahlen bevor.
    • Je nach Zählart leben 160'000 oder 250'000 Menschen aus dem Balkanstaat in der Schweiz.

    Das Publikum begrüsste Albin Kurti unter tosendem Applaus, wie auf einem von Kurti am Samstagabend auf der Plattform Instagram veröffentlichten Video zu sehen war.

    Ein Treffen mit Vertretern der Bundesbehörden war nicht geplant, wie das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA mitteilte.

    Je nach Zählart leben 160'000 oder 250'000 Menschen aus dem Balkanstaat in der Schweiz, wie Bundespräsidentin Karin Keller-Sutter anlässlich des Staatsbesuchs der kosovarischen Präsidentin Vjosa Osmani Sadriu im Mai in Bern sagte.

    Die grosse kosovarische Diaspora in der Schweiz bildet Brücken

    Beide Präsidentinnen erwähnten damals die grosse kosovarische Diaspora in der Schweiz und die Brücke, welche sie zwischen den beiden Ländern bilde.

    Nach zwei gescheiterten Anläufen für eine Regierungsbildung stehen im Kosovo am 28. Dezember vorgezogene Parlamentswahlen bevor.

    Warst du schon einmal im Kosovo?

    Zuvor hatte das Parlament des erst seit 2008 unabhängigen Balkanlandes sowohl Kurti als auch dessen Parteifreund Glauk Konjufca bei der Wahl zum Ministerpräsidenten das Vertrauen verweigert.

    Kurtis prowestliche, sozialdemokratische Partei Vetevendosje (Selbstbestimmung) war zwar bei der letzten Wahl stärkste Partei geworden, hatte aber keine ausreichende Mehrheit mehr bekommen.

    Streit um politische Besetzung im Kososvo

    Seit der Wahl hatte das Parlament monatelang über die Besetzung der Posten für das Parlamentspräsidium gestritten und konnte sich deswegen lange Zeit nicht offiziell konstituieren.

    Das heute fast ausschliesslich von Albanerinnen und Albanern bewohnte Kosovo war früher eine serbische Provinz. Nach Aufständen gegen die serbische Herrschaft und einer Nato-Intervention im Jahr 1999 hatte sich das Land 2008 für unabhängig erklärt.

    Mehr als 100 Staaten – darunter die Schweiz – erkennen die Unabhängigkeit an, nicht aber Serbien und Russland. Da das Kosovo auch von fünf EU-Ländern nicht anerkannt wird, darunter Spanien und Griechenland, hat es nur den Status eines «potenziellen Beitrittskandidaten».

    Kommentare

    User #4068 (nicht angemeldet)

    User #7843 Vielleicht sollten Sie sich eingehender mit den Kontroversen um den Kosovo ausernandersetzen, denn was Sie sagen ergibt leider keinen Sinn. A. Kurti wurde mehrfach inhaftiert, als er versuchte die von Ihnen erwähnten Politiker zu stürzen. Daher verstehe ich nicht, warum Sie versuchen A. Kurti die Kriegsverbrechen dieser von Ihnen genannten Perdonen anzulasten.

    User #2318 (nicht angemeldet)

    @User #1678: Nur weil jetzt Korruption von der Spitze aus direkt betrieben und jegliche Bekämpfung dadurch verunmöglicht wird, heisst das noch lange nicht, dass es weniger Korruption gibt. Ganz im Gegenteil!

    Weiterlesen

    KI
    51 Interaktionen
    Gefahr
    Campingfeuer Bella Italia
    16 Interaktionen
    «Fire!»

    MEHR AUS STADT ZüRICH

    Man muss die Eltern kritisieren, nicht die Kinder!
    167 Interaktionen
    Schweigepfad-Lärm
    FC Barcelona Sydney Schertenleib
    5 Interaktionen
    7:0-Triumph!
    Brasilien Wahl
    39 Interaktionen
    Brasilien-Wahl
    Das kostet eine Woche Parkieren am Flughafen Zürich
    72 Interaktionen
    Kleines Vermögen