In Italien gelten seit diesem Montag weitere Corona-Einschränkungen mit Auswirkungen auf das Reisen.
Coronavirus - Italien
Ein Sicherheitsbeamter mit Mundschutz steht neben zwei Mitarbeitern des Gesundheitswesens am Bahnhof Tiburtina. Die örtliche Gesundheitsbehörde (ASL) organisiert freiwillige Corona-Tests für - dpa

Das Wichtigste in Kürze

  • Italien verschärft die Corona-Regeln im Reiseverkehr weiter.
  • In Bussen, Zügen, Fähren und auf Flügen gilt ab heute Montag 2G.
  • Die Verschärfungen wurden bereits Ende der letzten Jahres aufgestellt.

In Hotels, Kongresszentren, Restaurants, Skiliften und den Transportmitteln im Nah- und Fernverkehr gilt nun die 2G-Regel. Das bedeutet, dass dort nur noch Menschen Zutritt bekommen, die nachweislich gegen Covid-19 geimpft oder von der Krankheit genesen sind. Im Verkehr sind damit nicht nur Linienbusse in der Stadt betroffen, sondern auch Züge, Fähren und Flüge. Erst am 6. Dezember wurden die Massnahmen im ÖV zuletzt verschärft.

2G im ÖV – braucht es das auch in der Schweiz?

Der Ministerrat unter Regierungschef Mario Draghi hatte sich Ende des vergangenen Jahres auf die Regeln geeinigt. Damit erweitern sich die Einschränkungen im Alltag vor allem für die Ungeimpften, denn ein negativer Corona-Test reicht für viele Orte nicht mehr aus. Auch für den Mannschaftssport gilt nun die 2G-Regel. Fussballer zum Beispiel müssen damit geimpft oder genesen sein, um spielen zu dürfen.

Die Regierung des Landes mit rund 60 Millionen Einwohnern reagierte damit auf die stark gestiegenen Corona-Neuinfektionszahlen. Seit dem 8. Januar gilt in Italien auch eine Impfpflicht für über 50-Jährige. Die zuletzt offiziell ermittelte Sieben-Tage-Inzidenz lag landesweit im Schnitt mit 1669 Fällen je 100'000 Einwohnern auf einem Rekordhoch.

Coronavirus Mario Draghi
Der italienische Regierungschef Mario Draghi verschärft in seinem Land die Corona-Regeln weiter. - dpa

Am Montag beginnt in den meisten der 20 Regionen wieder der Schulunterricht nach den Winterferien. Manche Experten und Politiker befürchten wegen der hohen Infektionszahlen bei Kindern, dass vielen Klassen bald der Distanzunterricht drohen wird. Im Bahnverkehr werden ausserdem Zugausfälle und Schienenersatzverkehr erwartet, weil wegen vieler Ansteckungen Personal fehlt.

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