Die Corona-Krise hat die Situation auf dem Flugmarkt noch weiter zugespitzt. Viele Staaten stützten ihre Anbieter im vergangenen Jahr. Ryanair klagt gegen die Hilfen - teilweise mit Erfolg.
Punktlandung für Ryanair: Im Kampf gegen staatliche Corona-Hilfen für die Konkurrenz konnte die Fluggesellschaft einen Teilerfolg erzielen. Foto: Soeren Stache/dpa-Zentralbild/dpa
Punktlandung für Ryanair: Im Kampf gegen staatliche Corona-Hilfen für die Konkurrenz konnte die Fluggesellschaft einen Teilerfolg erzielen. Foto: Soeren Stache/dpa-Zentralbild/dpa - dpa-infocom GmbH

Das Wichtigste in Kürze

  • Im Kampf gegen staatliche Corona-Hilfen für konkurrierende Luftfahrtunternehmen hat der Billigflieger Ryanair einen Teilerfolg vor dem Europäischen Gericht erzielt.

In zwei Fällen seien Beschlüsse der EU-Kommission über Corona-Staatshilfen nichtig, teilte das Gericht am Mittwoch mit. Konkret geht es um Beihilfen von Portugal zugunsten des Luftfahrtunternehmens TAP sowie eine Finanzhilfe der Niederlande zugunsten von KLM. Die Nichtigerklärung tritt jedoch erst in Kraft, wenn die EU-Kommission einen neuen Beschluss zu den Unterstützungsmassnahmen gefasst hat.

In einem weiteren am Mittwoch bekanntgegebenen Urteil geht es um eine Stützung von strategisch bedeutenden spanischen Unternehmen im Umfang von zehn Milliarden Euro. Dies sei mit dem Unionsrecht vereinbar, urteilte das Gericht. Eine Nichtigkeitsklage von Ryanair wurde abgewiesen.

In einer ersten Stellungnahme begrüsste Ryanair die beiden Urteile zugunsten der Fluggesellschaft. Gegen die Entscheidungen können innerhalb von zwei Monaten und zehn Tagen Rechtsmittel eingelegt werden. Ein zweiter Richter könnte dann prüfen, ob Verfahrensfehler gemacht wurden. Nach eigenen Angaben gibt es derzeit 20 Fälle, in denen Ryanair vor Gericht gegen staatliche Unterstützung für Konkurrenten vorgeht.

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