USA greifen den Iran erstmals mit Drohnenbooten an
Der Konflikt um die Strasse von Hormus spitzt sich nach gegenseitigen Angriffen der USA und des Iran erneut gefährlich zu. Das Wichtigste im Ticker.
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Im Überblick
9- Iran meldet Angriffe auf Bahrain
- Ölpreise steigen auf Vier-Wochen-Hoch
- USA greifen erstmals mit Drohnenbooten an
- Erneut Sirenengeheul in Bahrain
- Emirate: Iran attackiert zwei Tanker vor Omans Küste
- Berichte über Explosionen im Iran
- US-Militär meldet neue Angriffswelle auf Iran
- Trump: Angriffe könnten noch zwei bis drei Wochen andauern
Das US-Militär hat die dritte Nacht in Folge mehrere Ziele im Iran angegriffen. Iranische Medien melden Explosionen auf den Inseln Kish, Jam und Qeshm sowie in Bushehr und Bandar Abbas. Der Iran seinerseits gibt an, US-Militärstützpunkte in Kuwait sowie ein «feindliches Schiff des amerikanischen Feindes» angegriffen zu haben.
US-Präsident Donald Trump kündigte zudem an, in den kommenden Stunden eine Blockade gegen iranische Häfen wieder einzuführen. Die USA würden zum «Wächter» der Strasse von Hormus – gegen eine Gebühr von 20 Prozent. Der Iran hat daraufhin gewarnt, keine «Einmischung» der USA bei der Verwaltung der Strasse zuzulassen.
Die Vereinigten Arabischen Emirate melden derweil, dass zwei ihrer Tanker von iranischen Marschflugkörpern getroffen wurden. Dabei kam ein Besatzungsmitglied ums Leben, mehrere weitere wurden verletzt. Derweil ist der Preis von Rohöl wegen der Eskalation auf ein Vier-Wochen-Hoch angestiegen.
Im Nau.ch-Ticker halten wir dich zu den aktuellen Entwicklungen auf dem Laufenden:
Die iranischen Revolutionsgarden (IRGC) geben an, mehrere Waffenlager, ein Satelliten-Kommunikationszentrum sowie ein Gebäude mit US-Truppen auf der Al-Juffair-Basis in Bahrain angegriffen zu haben. Die Raketen- und Drohnenangriffe seien Teil der zweiten Phase der iranischen «Vergeltungsoperation» vom heutigen Tag gewesen.
Die Operation mit dem Namen «Nasr 2» werde fortgesetzt, so die IRGC weiter.
Die Ölpreise sind um 2 Prozent gestiegen und haben damit ein Vier-Wochen-Hoch erreicht. Grund sind die anhaltenden Angriffe zwischen den USA und dem Iran.
Die Terminkontrakte für Brent-Rohöl legten um 1.68 US-Dollar beziehungsweise 2 Prozent auf 84.98 Dollar pro Fass zu. US-Rohöl der Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 1.65 Dollar oder 2.1 Prozent auf 79.79 Dollar pro Fass.
Der Anstieg folgt auf eine turbulente Sitzung am Montag, als der Brent-Preis um 9.6 Prozent in die Höhe schoss – der stärkste Tagesanstieg seit Mai 2020.
Das US-Zentralkommando Centcom hat auf X Aufnahmen veröffentlicht, die zeigen sollen, wie drei unbemannte Wasserfahrzeuge vom Typ Corsair eine iranische Schiffswerft und ein U-Boot angreifen.
Es ist der erste Kampfeinsatz von Seedrohnen durch das US-Militär überhaupt – dies, obwohl Trump zuvor erklärt hatte, die iranische Marine sei bereits «zerstört».

Nach den erneuten Angriffen des US-Militärs auf Ziele im Iran heulen im Golfstaat Bahrain wieder die Alarmsirenen. Das Innenministerium des mit den USA verbündeten Landes rief die Einwohner in der Nacht über die Plattform X auf, ruhig zu bleiben und Schutz zu suchen. Weitere Einzelheiten gab es zunächst nicht.
Der Iran hat nach Angaben der Vereinigten Arabischen Emirate zwei Tanker des mit den USA verbündeten Golfstaats in der Strasse von Hormus angegriffen. Wie das Verteidigungsministerium der Emirate in der Nacht auf der Plattform X bekanntgab, wurden die Schiffe bei der Durchquerung auf der südlichen Schifffahrtsroute innerhalb der omanischen Hoheitsgewässer von zwei Marschflugkörpern getroffen.
Dabei sei ein indisches Besatzungsmitglied getötet worden, zudem seien acht verletzt worden, vier davon schwer. Bei den Verletzten handele es sich um sechs indische und zwei ukrainische Staatsangehörige, hiess es weiter. Zudem seien Brände auf beiden Tankern ausgebrochen, schliesslich aber unter Kontrolle gebracht worden.
Der Angriff stelle einen «schwerwiegenden Verstoss und klaren Bruch des Völkerrechts» dar, erklärte das Verteidigungsministerium. Die Emirate behielten sich vor, auf diese Eskalation zu reagieren.
Nach Beginn der erneuten Welle von Angriffen des US-Militärs auf Ziele im Iran haben örtliche Medien Explosionen an der Südküste des Landes gemeldet. Laut der den mächtigen iranischen Revolutionsgarden nahestehenden Nachrichtenagentur Fars sowie dem regierungstreuen Sender Press TV gab es in der Nacht mehrere Detonationen auf der Insel Kisch am Persischen Golf. Auch aus dem Bereich der Hafenstadt Buschehr, der Insel Qeschm in der Strasse von Hormus sowie der Grossstadt Bandar Abbas wurden Explosionen gemeldet.
Das US-Militär greift nach eigenen Angaben erneut iranische Ziele an. Um 16.45 US-Ortsküstenzeit (22.45 deutscher Zeit) hätten die Streitkräfte die dritte Nacht in Folge Angriffe gestartet, teilte das zuständige Regionalkommando des US-Militärs (Centcom) auf der Plattform X mit.
Diese Angriffe würden die Fähigkeit des Irans weiter einschränken, Attacken auf unschuldige Zivilisten und die Handelsschifffahrt in der Strasse von Hormus auszuüben, hiess es.
Trump hat gegenüber dem konservativen Radiomoderator Hugh Hewitt gesagt, die US-Militäroperationen gegen den Iran könnten noch zwei bis drei Wochen andauern. Zudem drohte er, die iranische Atomanlage Kuh-e Kolang Gaz La – auf Deutsch «Pickaxe Mountain» – ins Visier zu nehmen.

Trump bezeichnete den Berg als «ein möglicher Zielort für einen schönen, richtig fetten Schuss direkt durch die Vordertür». Wörtlich sagte er zudem: «Wir werden Pickaxe Mountain ausschalten. Sagt den Iranern, sie sollen bereit sein. Okay, sie können nichts dagegen tun.» Pickaxe Mountain ist eine stark befestigte Atomanlage, die in die Zagros-Gebirgskette in Zentraliran gebaut wurde.
US-Präsident Donald Trump hat gegenüber dem konservativen Radiomoderator Hugh Hewitt angekündigt, dass die USA den Iran in der Nacht auf Dienstag sowie am Dienstag selbst hart angreifen werden. Auf die Frage nach dem Memorandum of Understanding (MoU) sagte Trump, dieses sei ein Test für den Iran gewesen – ein Test, den das Land nicht bestanden habe.











