Klimawandel

    Wunderwaffe gegen Klimawandel? Die Rettung von Mangroven in Kenia

    Keystone-SDA
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    Kenia,

    Mangroven gelten als natürliche Massnahme gegen den Klimawandel. Doch sie werden auch häufig gerodet. In Kenia gibt es nun ein Wiederaufforstungsprogramm.

    Mangroven sind nicht nur gute CO2-Fänger, sondern dienen auch der Befestigung von Küstengebieten. Hier in der indonesischen Provinz Aceh wird ein Mangrovenwald gepflanzt als Tsunami-Schutz und Naherholungsgebiet. (Archivbild)
    Mangroven sind nicht nur gute CO2-Fänger, sondern dienen auch der Befestigung von Küstengebieten. Hier in der indonesischen Provinz Aceh wird ein Mangrovenwald gepflanzt als Tsunami-Schutz und Naherholungsgebiet. (Archivbild) - sda - Keystone/EPA/HOTLI SIMANJUNTAK

    Das Wichtigste in Kürze

    • Mangroven gelten als Wundermittel gegen den Klimawandel.
    • Sie speichern mehr CO2 als andere Bäume und sorgen für bessere Wasserqualität.
    • Doch sie werden schneller gerodet als andere Bäume.

    Der Kampf gegen den Klimawandel ist ein Wettlauf gegen die Zeit. Auf der Suche nach Lösungen kann auch die Natur selbst eine Rolle spielen. Das zeigt ein Projekt mit Mangroven in Kenia. Das Projekt «Mikoko Pamoja» in Gazi beispielsweise zielt darauf ab, verlorene Mangrovenwälder wieder aufzuforsten und existierende zu schützen.

    Bis zu 20 Jahre dauert es, bis eine Mangrovenplantage gewachsen ist. Doch die Geduld lohnt sich. Denn Mangroven sind eine wertvolle Waffe im Kampf gegen den Klimawandel.

    mangroven
    Mangroven-Wälder können den blauen Kohlenstoff aufnehmen. - pixabay

    «In der Fläche speichern Mangroven vier bis fünfmal mehr Kohlenstoff als herkömmliche Wälder.» So Dorotée Herr, die Leiterin der Abteilung für Ozeane und Klimawandel bei der Weltnaturschutzunion (IUCN).

    Mangroven: Natur-basierte Lösung

    Mangrovenbäume – sie gehören zu den Arten, die in Salzwasser wachsen – lagern CO2 in den Sedimenten, wie Herr erklärt. «Sie haben zum Teil meterdicke Sedimentablagerungen.» Wegen dieser Fähigkeit gelten Mangrovenwälder als eine hocheffektive sogenannte Natur-basierte Lösung für die fortschreitende Klimaerwärmung. Ein Mittel, das die Natur selbst bietet.

    Doch Mangrovenwälder sind gefährdet. Sie wurden im letzten halben Jahrhundert gemäss einem IUCN-Bericht schneller abgeholzt als jede andere Wald-Art. Sie sind in fast allen warmen Küstenregionen zu finden.

    Doch seit 1996 ist die weltweite Fläche von Mangroven, rund 146'000 Quadratkilometer, um etwa 6,6 Prozent geschrumpft. Das liegt vor allem daran, dass Mangrovenwälder in Ackerland oder Teiche für Aquakultur verwandelt werden. In Kenia ist die Lage noch schlimmer: In den 25 Jahren zwischen 1985 und 2010 sind 18 Prozent der Mangroven verloren gegangen.

    Mangroven verbessern auch Wasserqualität

    Dabei haben die Mangroven viele Vorteile neben der Speicherung von Kohlendioxid hinaus. Vorteile, die für die Bewohner von Gazi spürbar und sichtbar sind. Mangroven schützen vor Küstenerosion und können auch künftig vor Klimawandelfolgen wie einem steigenden Meeresspiegel Schutz bieten.

    Ausserdem sorgen Mangroven für eine bessere Wasserqualität. Und: Mangroven bieten einer grossen Vielfalt an Meerestieren ein Zuhause.

    Mikoko Pamoja hat bislang 117 Hektar Mangrovenwald geschützt und rund zwei Hektar Mangrovenwald wiederhergestellt. Das Ganze wird durch Emissionsrechte finanziert - das sind Kredite, die Firmen oder Privatpersonen kaufen können, um ihren CO2-Ausstoss auszugleichen.

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