Protest

    Tote bei landesweitem Protest in Kenia

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    Kenia,

    Bei den Gedenkprotesten für die Toten vor einem Jahr in Kenia ist es erneut zu tödlichen Zwischenfällen gekommen.

    APTOPIX Kenya Protest
    Die Polizei setzte Wasserwerfer, Tränengas und Gummigeschosse gegen die Demonstrantinnen und Demonstranten ein. (Archivbild) - keystone

    Mehr als 60 Menschen sind vor einem Jahr bei Protesten gegen ein neues Steuergesetz in Kenia ums Leben gekommen – nun ist es bei Demonstrationen zur Erinnerung an die Getöteten erneut zu Todesfällen gekommen. Das Kenianische Rote Kreuz berichtete über zahlreiche Verletzte, in Medienberichten war von mindestens zwei Toten die Rede.

    Die Polizei setzte Wasserwerfer, Tränengas und Gummigeschosse gegen die Demonstrantinnen und Demonstranten ein, wie Medien und ein Vertreter des Roten Kreuzes berichteten. Die deutsche Botschaft rief die in dem ostafrikanischen Land lebenden Deutschen auf, keine nicht notwendigen Fahrten zu unternehmen.

    Ausnahmezustand im Land

    Aus mehreren Orten des Landes gab es Berichte über Plünderungen am Rande der Proteste. Vom frühen Morgen an hatte die Polizei in der kenianischen Hauptstadt Nairobi alle grossen Zufahrtsstrassen gesperrt und vielen Teilnehmern des Protests den Weg in die Innenstadt erschwert.

    Die Medienaufsicht erliess ein Verbot für Fernseh- und Radiosender, live von den Protesten zu berichten. Sowohl der Herausgeberverband als auch Oppositionspolitiker versuchten noch am Mittwoch einen Gerichtsbeschluss gegen die Anordnung zu erreichen.

    Brutale Polizeigewalt

    Die Proteste vor einem Jahr hatten sich gegen das Steuergesetz der Regierung von Präsident William Ruto gerichtet, das mit höheren Steuern etwa für Grundnahrungsmittel die Lebenshaltungskosten weiter in die Höhe zu treiben drohte. Ruto nahm später einen Teil der Massnahmen zurück.

    Die Polizei ging mit grosser Härte gegen die Demonstranten vor und nutzte auch scharfe Munition.

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