WM 2026: Polizei in Mexiko findet 75 Sprengsätze bei Lehrerprotesten
Kurz vor der Eröffnung der WM 2026 in Mexiko-Stadt spitzt sich die dortige Lage zu: Bei Lehrerprotesten hat die Polizei 75 Sprengsätze sichergestellt.

Das Wichtigste in Kürze
- Bei Lehrerprotesten in Mexiko-Stadt stellte die Polizei 75 Sprengsätze sicher.
- Radikale Gewerkschaftsmitglieder blockieren seit Tagen die WM-Hauptstadt.
- Am Donnerstag wird das Turnier dort mit dem Spiel Mexiko gegen Südafrika eröffnet.
Wenige Tage vor dem Auftakt der WM 2026 hat die mexikanische Polizei bei Lehrerprotesten in Mexiko-Stadt Sprengstoff sichergestellt. Laut Innenministerium wurden in einem Bus anreisender Demonstranten 59 Sprengsätze entdeckt – insgesamt sollen es 75 gewesen sein.
Staatssekretär Arturo Medina liess verlauten: «Wir befürworten friedliche Demonstrationen, aber die Bevölkerung darf durch den Einsatz von Sprengkörpern bei Protesten nicht gefährdet werden." Um welche Art von Sprengkörpern es sich handelt, ist bislang nicht bekannt.

Lehrergewerkschaft demonstriert gegen Rentenreform
Radikale Mitglieder der Lehrergewerkschaft CNTE demonstrieren seit Tagen gegen eine umstrittene Rentenreform. Sie blockieren Hauptstrassen in Mexiko-Stadt und haben im historischen Zentrum ein Zeltlager errichtet.
Bereits vor wenigen Tagen stürzten Demonstrierende riesige WM-Spielerstatuen auf dem Paseo de la Reforma. Drei der fünf Meter hohen Figuren wurden mithilfe von Seilen umgerissen, die Trikots abgezogen und verbrannt.
«Wenn es keine Lösung gibt, rollt der Ball nicht», stand in roter Schrift auf einer der Statuen.
Die Eröffnung der WM 2026 steht bevor
Präsidentin Claudia Sheinbaum hatte die Proteste zunächst als friedlich bezeichnet und zur Wiederaufnahme des Dialogs aufgerufen. Bereits vergangenen Montag hatte die Polizei einen Marsch mit Tränengas aufgelöst.

Am Donnerstag wird die Fussball-WM in Mexiko-Stadt mit einem Konzert und dem Eröffnungsspiel zwischen Gastgeber Mexiko und Südafrika eröffnet.
















