Ukraine-Krieg: Russischer Ex-General teilt gegen Putins Krieg aus

Anna Baumert
Anna Baumert

Russland,

Ein russischer Ex-General übt heftige Kritik am Ukraine-Krieg von Wladimir Putin. Er bezeichnet diesen als «extrem dummes Ereignis».

Ukraine-Krieg
Ein russischer Ex-General findet klare Worte für den Ukraine-Krieg von Wladimir Putin. - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Fast vier Jahre ist es her, dass Putin die Ukraine hat angreifen lassen.
  • Seither hat es in Russland zahlreiche negative Entwicklungen gegeben, so ein Experte.
  • Seine Schlussfolgerung: Der Ukraine-Krieg sei ein «extrem dummes Ereignis».

Der russische Ex-General und Kritiker des Ukraine-Kriegs, Leonid Iwaschow, hat auf Youtube ein Video veröffentlicht. Darin zieht er nach rund 1400 Tagen Ukraine-Krieg Bilanz – und nimmt dabei kein Blatt vor den Mund.

Nach fast vier Jahren Ukraine-Krieg hält er nun fest: «Ich halte die ‹militärische Sonderoperation› für ein extrem dummes Ereignis.» Er betitelt den Ukraine-Krieg sogar als «Verbrechen», wie «Focus» schreibt.

Zivilluftfahrt «zusammengebrochen»

Iwaschow führt zahlreiche negative Entwicklungen in Russland auf den Krieg zurück. Eine davon ist, dass die Zivilluftfahrt seinen Worten zufolge «zusammengebrochen» ist.

«Sie haben für 2025 fünfzehn Flugzeuge versprochen – ich weiss nicht, ob überhaupt eines davon gestartet ist», so der Militärexperte.

«Heute ist die zivile Luftfahrt zerstört. Wir zerlegen Airbus- und Boeing-Flugzeuge in Ersatzteile, nur um ein paar Dutzend in der Luft zu halten», sagt Iwaschow.

Russland ist geopolitisch isoliert

Er spricht auch die geopolitische und wirtschaftliche Situation im Land an. «Russland ist international isoliert», stellt er klar.

Nur eine Handvoll Staaten stimme für russische Positionen in der UN-Vollversammlung. Bis auf sechs oder sieben Staaten würden sich alle enthalten oder «prinzipiell gegen uns» stimmen.

Derweil befinde sich die russische Wirtschaft in einem «Krisenzustand».

Keine Startkapazitäten mehr für Raumfahrt

Ein weiterer Punkt des Ex-Generals: «Der letzte Hightech-Sektor, der uns noch geblieben war, war die Raumfahrt. Wir hatten zwei Startrampen in Baikonur für bemannte Starts.»

Nun sei eine davon unter dem Vorwand, Geld zu sparen, in ein Museum umgewandelt worden. Der letzte Start habe im November stattgefunden.

«Der Startkomplex selbst wurde zerstört. Wir haben jetzt keine bemannten Startkapazitäten mehr», so der Militärexperte. Das sei eine «schwere Katastrophe».

Kehrt in der Ukraine bald Frieden ein?

Und: «Das Schlüsselereignis, das all dies seit 2022 miteinander verbindet, ist die ‹militärische Sonderoperation›», so Iwaschow.

Er bemängelt ausserdem, dass das Bildungsniveau in Russland sinke, die demografische Entwicklung «katastrophal» und das Justizsystem korrupt sei.

«Putins Verantwortung»

Für den Militärexperten ist klar, wer die Schuld trägt: «Das ganze System ist so gebaut, dass Putin im Zentrum von allem steht. Und daher ist alles auch Putins Verantwortung.»

Doch der Präsident lebe in einer anderen Realität – «umgeben von Lob und Propaganda». Er glaube ernsthaft, er sei erfolgreich. Und dass seine Armee die beste auf der Welt sei.

«Diese gefährliche Illusion führt zu einer Katastrophe», ist Iwaschow überzeugt. Denn die Geschichte zeige: «Wenn Desaster nicht adressiert werden, führen sie zu noch viel schlimmeren Dingen.»

Kommentare

User #3470 (nicht angemeldet)

007 Artikel veröffentlicht:34 Minuten Erst soll Selenskyj einmal Anstand lernen und offenlegen, wo er die erbettelten Milliarden versteckt hat. 0 Kommentare 0 Kommentare Antworten auf 007 User #3470 (nicht angemeldet) Artikel veröffentlicht:1 Minute Russland sieht sich derzeit mit einer Reihe von Herausforderungen konfrontiert, die eine effektive Bewältigung erfordrn. Die Instandhaltung der Infrastruktur, einschließlich der Versorgung mit Wasser, Abwasser, Strom und der Instandhaltung von Strassen, stellt sich als komplexes Unterfangen dar. Natürlich existieren Ausnahmen, wie beispielsweise die Stadt Sankt Petersburg, die sich durch eine gut erhaltene Infrastruktur auszeichnet. Die Ursachen für die Schwierigkeiten sind vielschichtig. Der durch den anhaltenden Konflikt verursachte Fachkräftemangel trägt massgeblich zur Problematik bei. Ein gravierenderes Problem stellt jedoch die Diskriminierung und Ausgrenzung dar, der sich die für die Instandhaltungsaufgaben eingesetzten Wanderarbeiter ausgesetzt sehen. Die russische Bevölkerung äussert ihren Unmut über diese Situation in der Regel bei den zuständigen lokalen Behörden.

User #5410 (nicht angemeldet)

Interessiert mich nicht. Ich lebe in der Schweiz.

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