Studie

Wolf behält Scheu vor Menschen auch bei viel Nähe

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Österreich,

Auch wenn er nahe am Menschen lebt, behält der Wolf seine natürliche Scheu bei. Das haben Forschende aus Wien herausgefunden.

Wolf
Der Wolf bleibt ein scheues Tier – auch wenn er nahe am Menschen lebt. - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Forschende haben das Verhalten von «Stadtwölfen» und «Landwölfen» untersucht.
  • Dabei zeigt sich: Wölfe die näher an Menschen leben, sind nicht weniger scheu.
  • Der Wolf realisiert laut den Forschenden, dass die Welt der Menschen gefährlich sei.

«Vorstadtwölfe» fürchten sich genauso sehr vor Menschen wie ihre Artgenossen in entlegenen Wäldern.

Schon der Klang einer Stimme lässt die Tiere oft Reissaus nehmen. Das erklärt die Wiener Verhaltensforscherin Sarah Marshall-Pescini mit Kollegen im Fachmagazin «PNAS».

Ein Leben in der Nähe von Menschen raubt dem Wolf also nicht ihre natürliche Scheu. Sie wissen offensichtlich, dass die Welt der Zweibeiner für Wildtiere gefährlich ist.

Forschende testeten Wölfe mit unterschiedlicher Distanz zum Menschen

Forschende der Universität Wien beobachteten in der Toskana mit Wildkameras die Reaktionen von 185 Wölfen auf unbekannte Gegenstände und Stimmen.

Hast du schon einmal einen Wolf gesehen?

Manche der getesteten Tiere halten sich für gewöhnlich in der Nähe von vielen Menschen auf. Beispielsweise am Ortsrand der Stadt Arezzo mit knapp hunderttausend Einwohnern.

Das erklärte ein Forschender: «Dort leben sie in einem Gebiet mit einem Flickenteppich aus Ackerland, Industriegebäuden und Wohnhäusern.» Andere seien in entlegenen Wäldern zuhause.

Angst beim Wolf deutlich erkennbar

Mehr als jeder dritte Wolf ergriff die Flucht, wenn er eine menschliche Stimme von einem Tonband hörte. Egal ob er ein «Vorstadtwolf» oder «Landwolf» war.

Fast immer verursachte dieser Laut bei den Isegrims deutliche Zeichen von Angst. Das konnten die Forschenden anhand ihrer Körpersprache erkennen.

Gegenüber unbekannten Gegenständen zeigten Stadtwölfe allerdings weniger Scheu als Landwölfe. «Dabei handelte es sich um Plastikspielzeug für Kinder, das wir auf Stäben befestigten», so die Forschenden.

Bei Veränderungen verhielt sich der vorstädtische Wolf aber vorsichtiger als ein Wolf aus ländlichen Regionen. Beispielsweise dann, wenn die Forschenden die auf Stäben befestigten Spielzeuge austauschten.

Veränderungen machen Stadtwölfe stutzig

Die Anpassung an Gebiete mit vielen Menschen verringert also einerseits ihre «Neophobie», also Angst vor Neuem. Gleichzeitig werden die Tiere dort aufmerksamer und vorsichtiger gegenüber Umweltveränderungen.

Sollten Wölfe vermehrt zum Abschuss freigegeben werden?

Damit verringern sie wohl potenzielle Risiken, die die menschliche Umgebung für sie bereithält.

Die Anwesenheit von Artgenossen linderte zudem die Ängste der Tiere: Wölfe in Gruppen reagierten in der Regel weniger scheu als einzelne Wölfe.

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Kommentare

User #4701 (nicht angemeldet)

Das Generische Maskulinum ist ein grammatikalisches Geschlecht, das verwendet wird, um Personen oder Objekte zu beschreiben, die nicht explizit als weiblich oder männlich identifiziert werden. Beispiele für das Generische Maskulinum in der deutschen Sprache sind „Student“, „Kunde“ oder „Arzt“

User #5106 (nicht angemeldet)

Diese 🐺 Wolfsschützer die den Wolf wieder gerne bei uns haben erzeugen durch ihre persönliche Einstellung nur wieder Leid. Im Schwarzwald gibt es einen großen Stausee. Ein einsamer Wolf woher auch immer wanderte Wochenlang dort hinten herum . Wohl hat man ihn dort Ausgesetzt. Dann würde er Ertrunken im Stausee gefunden. Ein Tier das Baeche, Seen, Flüsse gewöhnt ist sollte dort bleiben wo er herkommt und in dichten Wäldern. Der Wolf musste Trinken die Gefahr einer steilen Staumauer kannte er nicht so ertrank er beim Versuch seinen Durst zu stillen. Schlimme Menschen die dieses neue Tierleid auch noch Fördern!

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