Im Fall Nawalny weist Kreml Vergiftungsvorwürfe zurück
Der Kreml weist die jüngsten Befunde zu einer Vergiftung des Oppositionsführers Alexej Nawalny entschieden zurück.

Der Kreml hat die neuen Befunde zu einer Vergiftung des russischen Oppositionsführers Alexej Nawalny entschieden zurückgewiesen. Kremlsprecher Dmitri Peskow bezeichnete die Anschuldigungen als voreingenommen und unbegründet, wie «Süddeutsche Zeitung» berichtet.
Fünf europäische Länder haben einen gemeinsamen Bericht vorgelegt. Darin werfen sie Russland vor, Nawalny mit einem Gift getötet zu haben, das ausschliesslich Moskau besitzt, berichtet «ZDFheute».
Wissenschaftler haben Epibatidin in Nawalnys Leichnam eindeutig nachgewiesen. Dieses seltene Pfeilgiftfrosch-Gift wurde schlüssig identifiziert und als Todesursache bestätigt, schreibt «Tagesspiegel».
Berlin erhebt schwere Anschuldigungen gegen Russland
Deutschlands Aussenminister Johann Wadephul unterstrich diese Erkenntnisse öffentlich. Nur der russische Staat habe Zugang zu diesem Gift gehabt, zitiert «ZDFheute».

Nawalny starb vor zwei Jahren in einem Straflager am Polarkreis. Russische Behörden führen seinen Tod auf natürliche Krankheiten zurück, meldet die «Süddeutsche Zeitung».
Peskow wies die Vorwürfe von Wadephul umgehend zurück. «Wir akzeptieren solche Anschuldigungen nicht», erklärte er der Agentur Interfax gegenüber, berichtet «Stern».
Witwe von Nawalny erhebt schwere Vorwürfe gegen Putin
Julia Nawalnaja wirft Wladimir Putin persönlich den Mord vor. Julia Nawalnaja wirft Wladimir Putin persönlich den Mord vor. Sie lebt im Exil und setzt die Kritik am Kreml energisch fort, schreibt «Stern».
Alexej Nawalny galt als einer der prominentesten Kreml‑Gegner und scharfe Kritiker von Präsident Wladimir Putin. Seit seiner Vergiftung 2020 hatte er mehrere Haftstrafen abgesessen und sass seit 2021 in Gefängnissen, bevor er 2024 starb.
Eine unabhängige Recherche von «The Insider» hatte frühere Vergiftungssymptome dokumentiert. Chefredakteur Dobrochotow erwartet weitere Enthüllungen vom Nawalny-Team, berichtet «Tagesschau».
















