So kam es zur Tötung von Irans Führer Chamenei
Israel tötete am Samstagmorgen den Obersten Führer des Irans. Möglich war die Aktion nur mithilfe der USA. Insider verraten nun Details des Angriffs.

Das Wichtigste in Kürze
- Die CIA erfuhr kurzfristig vom Treffen Ali Chameneis mit ranghohen iranischen Beamten.
- Die USA und Israel verschoben den Angriff auf den Iran deshalb um einige Stunden.
- Über Chameneis Aufenthaltsorte und Verhalten wussten die Amerikaner seit Monaten Bescheid.
Irans Oberster Führer Ali Chamenei ist seit Samstag tot. Das Staatsoberhaupt wurde bei den Angriffen von Israel und den USA am Samstag getötet.
Die Raketen, die den Ajatollah das Leben kosten, waren israelische. Erfolgreich waren sie aber nur dank amerikanischer Geheimdienstinformationen.
Beteiligte US-Beamte erzählen gegenüber der Zeitung «New York Times» und dem Sender CNN, wie es zur Aktion kam.
CIA informiert Israel über hochrangiges Treffen
Der US-amerikanische Auslandsgeheimdienst CIA verfolgte Chamenei demnach seit Monaten. Mehr und mehr waren die Standorte und Muster des Obersten Führers ersichtlich.
Eine amerikanisch-israelische Operation nahm gemäss CNN nach den Protesten im Iran Anfang Jahr so richtig Fahrt auf.
Letzte Woche erfuhr die CIA schliesslich von einem Treffen hoher iranischer Beamter am Samstagmorgen.
Geplant war dieses in einem Komplex in Teheran. Dort befinden sich die Büros des Ajatollahs, des iranischen Präsidenten und des Nationalen Sicherheitsrates.
Es wurde klar: Neben den Regime-Offiziellen ist am Samstagmorgen auch Ali Chamenei vor Ort.
Diese Möglichkeit wollten sich die USA und Israel nicht entgehen lassen. Die Tötung hoher iranischer Beamter plante man auf israelischer Seite seit Monaten.
Der Angriff wurde aufgrund der neuen Erkenntnisse auf den frühen Morgen verschoben. Ursprünglich sollte er schon in der Nacht stattfinden.
Israel bombardiert drei Gebäude gleichzeitig
So starteten in Israel am Samstag um etwa 6 Uhr morgens israelischer Zeit mehrere Jets. Etwas über zwei Stunden später bombardierten sie den Komplex in Teheran.
Während sich Chamenei im einen Gebäude befand, hielten sich die hohen Beamten in zwei anderen auf.
Die drei Gebäude wurden schliesslich gleichzeitig beschossen. Ein israelischer Verteidigungsbeamter spricht gegenüber der «New York Times» von einer gelungenen «taktischen Überraschung».
Neben Chamenei starben sieben weitere hohe Führungskräfte des Irans, darunter der Sekretär des iranischen Sicherheitsrats, der Verteidigungsminister und der Kommandeur der Iranischen Revolutionsgarden.

Wichtige Erkenntnisse über Irans Führung hatten die USA bereits im Sommer des letzten Jahres gesammelt.
So etwa während des zwölftägigen Kriegs zwischen Israel und dem Iran, wie es in den Berichten heisst. Damals habe man erkennen können, wie die iranischen Leader unter Druck kommunizieren und sich bewegen.
US-Präsident Donald Trump behauptete im letzten Sommer zudem, man hätte Chamenei bereits töten können. Die Information über den Obersten Führer stammten damals, den US-Beamten zufolge, vom gleichen Netzwerk, das nun auch den Coup am Samstagmorgen ermöglicht hat.
Chameneis Fehler
Unklar bleibt, wieso sich der Oberste Führer und die hohen Regime-Mitglieder am Samstag an einem Ort versammelt haben. Chamenei galt eigentlich als übervorsichtig.
Zudem hatten die USA in den Wochen vor dem Treffen das Militäraufgebot im Nahen Osten deutlich verstärkt. Und einen möglichen Schlag gegen den Iran angekündigt.





















