Donald Trump: So kam es zum Militärschlag gegen den Iran
Wochenlang baute Donald Trump die US-Militärpräsenz rund um den Iran aus. Für das Timing des Angriffs spielte ein Flugzeugträger eine entscheidende Rolle.

Das Wichtigste in Kürze
- Die USA verstärkten seit Wochen ihre Militärpräsenz in der Region.
- Die Ankunft des Flugzeugträgers «USS Gerald R. Ford» war entscheidend für das Timing.
- Neue Geheimdienstinformationen führten zum Angriff am Morgen des 28. Februar.
Wochenlang hatten die USA ihre Streitkräfte rund um den Iran aufgestockt.
Nach der gewaltsamen Niederschlagung von Protesten durch das Regime in Teheran wurden zusätzliche Truppen und Kriegsschiffe in die Region verlegt. Ein Angriff galt seit längerem als möglich.
Eine zentrale Rolle spielte offenbar die Ankunft des Flugzeugträgers «USS Gerald R. Ford» im Mittelmeer um den 20. Februar. Wie das US-Portal «Politico» berichtet, verfügte Präsident Donald Trump damit über die gesamte militärische Bandbreite an Optionen.
Donald Trump soll wochenlang Druck ausgeübt haben
Insider aus den USA und Israel sagten dem Portal, Donald Trump habe seit Wochen Druck auf die Armee ausgeübt. Sobald das Militär bereit gewesen sei, habe Trump die Gelegenheit für einen Angriff genutzt.
Ausschlaggebend waren zudem neue Geheimdiensterkenntnisse.
Laut der «New York Times» erfuhr die CIA von einem Treffen hochrangiger iranischer Funktionäre am Morgen des 28. Februar, an dem auch Ali Chamenei teilnehmen sollte.
Die USA und Israel nutzten diese Information für den Angriff. Ursprünglich sei ein nächtlicher Schlag geplant gewesen, doch das Treffen am Morgen bot ein strategisches Zeitfenster.
Hinter den Kulissen wurde offenbar lange um eine diplomatische Lösung gerungen.
Ein hochrangiger US-Regierungsbeamter bezeichnete die Bemühungen gegenüber «Politico» als «aufrichtig, wenn auch letztlich vergeblich».
Washington warf Teheran «Spielchen, Tricks und Verzögerungstaktiken» vor. Zudem habe es an einem klaren Verhandlungspartner gefehlt.
Experten warnen vor einer Eskalation
Kurz vor dem Angriff wurden die Kongressführer informiert, wenig später legte Admiral Brad Cooper dem Präsidenten militärische Optionen vor.
Gleichzeitig warnten Militärexperten vor erheblichen Risiken einer Eskalation.
Dennoch entschied sich Trump für den Schlag. Damit setzte er auf eine militärische Lösung in einem Konflikt, der zuvor noch diplomatisch hätte entschärft werden sollen.



















