Donald Trump: So kam es zum Militärschlag gegen den Iran

Simon Huber
Simon Huber

Iran,

Wochenlang baute Donald Trump die US-Militärpräsenz rund um den Iran aus. Für das Timing des Angriffs spielte ein Flugzeugträger eine entscheidende Rolle.

donald trump
Donald Trump hat mit dem Befehl für den Angriff auf den Iran gezielt gewartet. - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Die USA verstärkten seit Wochen ihre Militärpräsenz in der Region.
  • Die Ankunft des Flugzeugträgers «USS Gerald R. Ford» war entscheidend für das Timing.
  • Neue Geheimdienstinformationen führten zum Angriff am Morgen des 28. Februar.

Wochenlang hatten die USA ihre Streitkräfte rund um den Iran aufgestockt.

Nach der gewaltsamen Niederschlagung von Protesten durch das Regime in Teheran wurden zusätzliche Truppen und Kriegsschiffe in die Region verlegt. Ein Angriff galt seit längerem als möglich.

Eine zentrale Rolle spielte offenbar die Ankunft des Flugzeugträgers «USS Gerald R. Ford» im Mittelmeer um den 20. Februar. Wie das US-Portal «Politico» berichtet, verfügte Präsident Donald Trump damit über die gesamte militärische Bandbreite an Optionen.

Donald Trump soll wochenlang Druck ausgeübt haben

Insider aus den USA und Israel sagten dem Portal, Donald Trump habe seit Wochen Druck auf die Armee ausgeübt. Sobald das Militär bereit gewesen sei, habe Trump die Gelegenheit für einen Angriff genutzt.

Ausschlaggebend waren zudem neue Geheimdiensterkenntnisse.

Laut der «New York Times» erfuhr die CIA von einem Treffen hochrangiger iranischer Funktionäre am Morgen des 28. Februar, an dem auch Ali Chamenei teilnehmen sollte.

Die USA und Israel nutzten diese Information für den Angriff. Ursprünglich sei ein nächtlicher Schlag geplant gewesen, doch das Treffen am Morgen bot ein strategisches Zeitfenster.

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Hinter den Kulissen wurde offenbar lange um eine diplomatische Lösung gerungen.

Ein hochrangiger US-Regierungsbeamter bezeichnete die Bemühungen gegenüber «Politico» als «aufrichtig, wenn auch letztlich vergeblich».

Washington warf Teheran «Spielchen, Tricks und Verzögerungstaktiken» vor. Zudem habe es an einem klaren Verhandlungspartner gefehlt.

Experten warnen vor einer Eskalation

Kurz vor dem Angriff wurden die Kongressführer informiert, wenig später legte Admiral Brad Cooper dem Präsidenten militärische Optionen vor.

Gleichzeitig warnten Militärexperten vor erheblichen Risiken einer Eskalation.

Dennoch entschied sich Trump für den Schlag. Damit setzte er auf eine militärische Lösung in einem Konflikt, der zuvor noch diplomatisch hätte entschärft werden sollen.

Kommentare

User #5990 (nicht angemeldet)

Zitat « Experten warnen vor einer Eskalation». Na sowas ohne «Eperten» wäre ich nie auf diese Idee gekommen!

User #5641 (nicht angemeldet)

Der CIA kann aber froh sein, daß die iranische Führung außerordentlich dämlich und blauäugig ist bzw war. Schön ein Meeting veranstalten auf der Terasse von der Residenz mit 25 Leuten wobei doch klar war, daß auf sie gezielt wird, war nicht schlau.

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