NATO

Nato: Satellitenfoto zeigt massive russische Aufrüstung

Simon Binz
Simon Binz

Finnland,

Neue Satellitenbilder, die ein dänischer Sender verbreitet, zeigen russische Aufrüstung entlang der Nato-Grenze.

Nato Russland Wladimir PUtin
Das Satellitenbild zeigt russische Truppen vor einigen Wochen an der finnischen Grenze. - Foto: Planet Labs

Das Wichtigste in Kürze

  • Satellitenbilder belegen russische Stützpunkte und Militärbasen entlang der Nato-Grenze.
  • Nach dem Ukraine-Krieg werden rund 115'000 stationierte Soldaten in Grenznähe erwartet.
  • Nato-Offiziere warnen vor eigenen Defiziten bei Truppen, Drohnen und Weltraumtechnik.

Der dänische Sender «DR» hat Satellitenbilder veröffentlicht, die auf eine verstärkte russische Militärpräsenz entlang der Grenze zu Nordeuropa und dem Baltikum hindeuten.

Militärexperten sehen darin neue Stützpunkte und den Ausbau bestehender Basen – von Nordnorwegen bis in den Süden Litauens. Besonders im Fokus steht der Ostseeraum als jene Region, die im Ernstfall zuerst betroffen sein könnte.

Glaubst du, dass Putin die Nato angreifen will?

Geheimdienstchefs und hohe Nato-Offiziere aus Schweden, Norwegen, Finnland und Dänemark stützen diese Einschätzung. Der frühere finnische Geheimdienstoffizier Marko Eklund sagte «DR», Russland wolle Platz für zehntausende zusätzliche Soldaten schaffen.

Nach dem Ende der Kämpfe in der Ukraine plane Moskau, rund 115'000 Soldaten – überwiegend Kampfsoldaten – in Grenznähe zu stationieren.

«Ein Krieg, in allen Dimensionen»

Die Warnung ist eindeutig: Die nächsten ein bis drei Jahre gelten als die «absolut gefährlichsten», wenn es um das Risiko einer militärischen Konfrontation zwischen Russland und der Nato geht.

«Es handelt sich sehr wohl um eine Bedrohung, die wir ernst nehmen sollten», sagte der schwedische Militärgeheimdienstchef Thomas Nilsson. Der dänische Generalmajor Brian Nissen ergänzte: «Es wird ein Krieg sein, der in allen Dimensionen stattfindet – an Land, in der Luft, auf See, im Weltraum und im Cyberspace.»

Gleichzeitig verweisen Nato-Offiziere auf massive eigene Lücken: Es fehlten konventionelle Streitkräfte, Weltraumtechnologie und unbemannte Systeme. Auch der Militärexperte Carlo Masala warnt vor einem russischen Angriff auf Nato-Gebiet spätestens 2029.

Russland weist den Vorwurf der Aufrüstung zurück

Nach Angaben von «DR» sehen mehrere Quellen keine zeitnahe Entscheidung Putins für einen unmittelbaren Angriff auf das Nato-Gebiet – wohl aber laufende militärische Vorbereitungen für eine mögliche Konfrontation.

Wladimir Putin
Was hat Wladimir Putin an der Grenze zur Nato vor? - keystone

Der russische Botschafter in Dänemark, Wladimir Barbin, wies die Vorwürfe zurück: Die Behauptung eines russischen Angriffs auf Nato-Staaten sei «eine Lüge».

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Kommentare

User #3186 (nicht angemeldet)

Wenn Finnland jetzt Nato-Land geworden ist, der feind also unmittelbar vor der Tür steht, ist so eine solche Übung nur logisch und war zu erwarten (Ursache und Wirkung).

User #6115 (nicht angemeldet)

"Glaubst du, dass Putin die Nato angreifen will?" Wenn die Nato es erlaubr, dass Selensky in Nato-Mitgliedsländern "seine" Waffenfabriken aufbaut, dann werden diese klar zu legitimen Zielen! Sonst sicherlich nicht! Hat er übrigens schon unzählige Male gesagt.

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