Nato: Satellitenfoto zeigt massive russische Aufrüstung
Neue Satellitenbilder, die ein dänischer Sender verbreitet, zeigen russische Aufrüstung entlang der Nato-Grenze.

Das Wichtigste in Kürze
- Satellitenbilder belegen russische Stützpunkte und Militärbasen entlang der Nato-Grenze.
- Nach dem Ukraine-Krieg werden rund 115'000 stationierte Soldaten in Grenznähe erwartet.
- Nato-Offiziere warnen vor eigenen Defiziten bei Truppen, Drohnen und Weltraumtechnik.
Der dänische Sender «DR» hat Satellitenbilder veröffentlicht, die auf eine verstärkte russische Militärpräsenz entlang der Grenze zu Nordeuropa und dem Baltikum hindeuten.
Militärexperten sehen darin neue Stützpunkte und den Ausbau bestehender Basen – von Nordnorwegen bis in den Süden Litauens. Besonders im Fokus steht der Ostseeraum als jene Region, die im Ernstfall zuerst betroffen sein könnte.
Geheimdienstchefs und hohe Nato-Offiziere aus Schweden, Norwegen, Finnland und Dänemark stützen diese Einschätzung. Der frühere finnische Geheimdienstoffizier Marko Eklund sagte «DR», Russland wolle Platz für zehntausende zusätzliche Soldaten schaffen.
Nach dem Ende der Kämpfe in der Ukraine plane Moskau, rund 115'000 Soldaten – überwiegend Kampfsoldaten – in Grenznähe zu stationieren.
«Ein Krieg, in allen Dimensionen»
Die Warnung ist eindeutig: Die nächsten ein bis drei Jahre gelten als die «absolut gefährlichsten», wenn es um das Risiko einer militärischen Konfrontation zwischen Russland und der Nato geht.
«Es handelt sich sehr wohl um eine Bedrohung, die wir ernst nehmen sollten», sagte der schwedische Militärgeheimdienstchef Thomas Nilsson. Der dänische Generalmajor Brian Nissen ergänzte: «Es wird ein Krieg sein, der in allen Dimensionen stattfindet – an Land, in der Luft, auf See, im Weltraum und im Cyberspace.»
Gleichzeitig verweisen Nato-Offiziere auf massive eigene Lücken: Es fehlten konventionelle Streitkräfte, Weltraumtechnologie und unbemannte Systeme. Auch der Militärexperte Carlo Masala warnt vor einem russischen Angriff auf Nato-Gebiet spätestens 2029.
Russland weist den Vorwurf der Aufrüstung zurück
Nach Angaben von «DR» sehen mehrere Quellen keine zeitnahe Entscheidung Putins für einen unmittelbaren Angriff auf das Nato-Gebiet – wohl aber laufende militärische Vorbereitungen für eine mögliche Konfrontation.

Der russische Botschafter in Dänemark, Wladimir Barbin, wies die Vorwürfe zurück: Die Behauptung eines russischen Angriffs auf Nato-Staaten sei «eine Lüge».
















