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    CIA-Chef trifft sich auf Kuba mit Regierungsvertretern

    Keystone-SDA
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    Cuba,

    Der Direktor des US-Auslandsgeheimdiensts CIA, John Ratcliffe, hat sich auf Kuba mit Vertretern des sozialistischen Karibikstaats getroffen. Die Zusammenkunft mit ranghohen Beamten des Innenministeriums habe auf Antrag der US-Regierung stattgefunden, teilte die kubanische Regierung mit.

    ARCHIV - CIA-Direktor John Ratcliffe sagt in Washington vor dem Senatsausschuss für Nachrichtendienste aus, der sich mit weltweiten Bedrohungen befasst. Foto: Rod Lamkey/FR172078 AP/dpa
    ARCHIV - CIA-Direktor John Ratcliffe sagt in Washington vor dem Senatsausschuss für Nachrichtendienste aus, der sich mit weltweiten Bedrohungen befasst. Foto: Rod Lamkey/FR172078 AP/dpa - Keystone/FR172078 AP/Rod Lamkey

    Mehrere US-Medien berichteten unter Berufung auf einen CIA-Beamten übereinstimmend, Ratcliffe habe sich unter anderem mit Kubas Innenminister Lázaro Álvarez Casas und mit Raúl Guillermo Rodríguez Castro getroffen, einem Enkel des kubanischen Revolutionsführers Raúl Castro.

    Das Nachrichtenportal «Axios» und der Sender NBC News zitierten einen CIA-Beamten mit der Aussage, dass Ratcliffe nach Kuba gereist sei, um die Botschaft von US-Präsident Donald Trump zu überbringen, «dass die Vereinigten Staaten bereit sind, sich ernsthaft mit Wirtschafts- und Sicherheitsfragen zu befassen, jedoch nur, wenn Kuba grundlegende Veränderungen vornimmt».

    Von der kubanischen Regierung hiess es, der Besuch habe vor dem Hintergrund «komplexer» bilateraler Beziehungen darauf gezielt, den politischen Dialog zwischen beiden Ländern zu fördern. Kubas Vertreter hätten bei dem Treffen mit Ratcliffe und der US-Delegation eindeutig nachweisen können, dass die Insel «keine Bedrohung für die nationale Sicherheit der USA» darstelle, erklärte die Regierung in Havanna. Es gebe keinen Grund, das Land weiterhin auf der US-Liste der staatlichen Sponsoren von Terrorismus zu führen, für die Sanktionen gelten. Kuba finanziere oder dulde keine terroristischen Organisationen und habe «niemals feindliche Aktivitäten gegen die USA unterstützt».

    Seit der Revolution 1959 sind die Beziehungen zwischen beiden Ländern angespannt, mit dem jüngsten Regierungswechsel in Washington haben sie sich nochmals verschärft. Als eine seiner ersten Amtshandlungen nach dem erneuten Einzug ins Weisse Haus hatte Trump im Januar 2025 den von der Kommunistischen Partei regierten Inselstaat wieder auf die US-Terrorliste gesetzt. Er erhöhte den Druck, um auf Kuba einen wirtschaftlichen und politischen Wandel im Interesse der USA zu forcieren. In den vergangenen Monaten führten die beiden Regierungen nach eigenen Angaben Gespräche, deren Inhalt nicht bekannt ist.

    Parallel zu dem Besuch der CIA-Delegation kündigte das US-Aussenministerium an, dass die 27-Jahre alte kubanische Regierungskritikerin Sissi Abascal Zamora und ihre Familie ins Exil in die USA gegangen seien. Abascal wurde am Donnerstag (Ortszeit) aus der Haft entlassen. Sie war nach den grossen Protesten vom 11. Juli 2021 gegen die Regierung zu sechs Jahren Haft verurteilt worden.

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