US-Kampfflugzeuge in Kuwait abgestürzt – Besatzung überlebt

Nach massiven Luftangriffen der USA und Israels auf iranische Militär- und Führungsstrukturen ist die Lage im Nahen Osten erneut deutlich eskaliert.

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Donald Trump gibt in der Nacht auf Montag Schweizer Zeit ein Update zum Krieg gegen den Iran. - Truth Social

Das Wichtigste in Kürze

  • Die USA und Israel greifen seit Samstag zentrale Militär- und Führungsziele im Iran an.
  • Dabei wurde Irans oberster Führer Ali Chamenei sowie mehrere ranghohe Militärs getötet.
  • Das Regime reagierte mit Raketen- und Drohnenangriffen auf Israel und US-Stützpunkte.
  • Die Eskalation lässt die Sorge vor einem regionalen Krieg im Nahen Osten wachsen.

Israel hatte am Samstagmorgen mit Unterstützung der USA einen grossangelegten Angriff auf Iran gestartet.

Die Schläge richteten sich insbesondere gegen Ziele, die mit Raketenprogrammen sowie der militärischen Führung des Landes in Verbindung stehen.

Bei den Angriffen wurde der iranische Oberste Führer Ajatollah Ali Chamenei sowie mehrere ranghohe Militärs getötet.

Teheran reagierte umgehend mit Raketen- und Drohnenangriffen auf Israel. Sowie auf Staaten in der Region, in denen die USA Militärbasen unterhalten, und kündigte weitere Vergeltung an.

Wird das iranische Regime nun fallen?

In der Nacht auf Montag hat nun auch die pro-iranische Hisbollah-Miliz aus dem Libanon heraus erste Angriffe auf Israel gestartet. Tel Aviv reagierte mit Bomben auf Vororte von Beirut und rief die Anwohner im Süden der Hauptstadt zur Evakuierung auf.

International wächst die Sorge vor einer Ausweitung des Konflikts auf die gesamte Region.

Mit dem Ticker von Nau.ch bleibst du auf dem Laufenden:

Raketentrümmer landen in Bahrain auf Schiff – ein Toter

10.14: In Bahrain sind Trümmer einer von der Luftabwehr abgefangenen Rakete auf ein Schiff gestürzt und haben ein Feuer ausgelöst.

Dabei kam ein aus Asien stammender Arbeiter ums Leben, zwei weitere wurden schwer verletzt, wie das Innenministerium des Inselstaats im Persischen Golf auf der Plattform X mitteilte. Der Brand in einem Hafengebiet nahe der Hauptstadt Manama sei inzwischen gelöscht worden.

Israel hat Hisbollah-Chef im Visier

10.05: Israel hat den Chef der mit dem Iran verbündeten Hisbollah-Miliz bei Angriffen im Libanon im Visier.

Naim Kassim
Ist ein Angriffsziel für Israel: Hisbollah-Chef Naim Kassim. - X / @SkyNews

Naim Kassim sei unter iranischem Druck zum Angriff auf Israel übergegangen, schrieb der israelische Verteidigungsminister Israel Katz auf der Plattform X. Die Hisbollah werde einen hohen Preis für ihren Angriff auf Israel zahlen.

Börsen reagieren – Panik bleibt aus

09.57: Der Krieg der USA und Israels gegen den Iran sorgt zum Wochenstart für Kursverluste an den wichtigsten Börsenplätzen weltweit.

Strasse von Hormus
Die Strasse von Hormus ist eine wichtige Handelsroute. - keystone

Eine Panik bleibt trotz gestiegenem Ölpreis und Einschränkungen auf der wichtigen Strasse von Hormus aus.

Arabische Staaten protestieren gegen Angriffe durch Iran

09.53: Jordanien und andere arabische Staaten haben gegen die Angriffe des Irans protestiert und Diplomaten einbestellt.

Das jordanische Aussenministerium teilte auf der Plattform X mit, es habe den iranischen Geschäftsträger am Sonntagabend eine Protestnote zu den Angriffen auf Jordanien und andere arabische Staaten übermittelt.

Diese stellten eine Verletzung der jordanischen und arabischen Souveränität dar. Es handle sich um einen eklatanten Verstoss gegen das Völkerrecht.

Ayman Safadi
Jordanien (hier Aussenminister Ayman Safadi) und andere arabische Staaten haben nach Angriffen aus dem Iran die iranischen Botschafter einbestellt. - keystone

Die Vereinigten Arabischen Emirate teilten nach Angaben der Staatsagentur WAM mit, sie hätten den iranischen Botschafter einbestellt und die «iranischen Terrorangriffe und Übergriffe» aufs Schärfste verurteilt.

Auch Saudi-Arabien hatte am Sonntag den iranischen Botschafter einbestellt.

China wurde nicht vor US-Angriffen auf den Iran gewarnt

09.50: China ist nach eigenen Angaben nicht vorab über die US-Angriffe auf den Iran unterrichtet worden.

«Was ich Ihnen sagen kann, ist, dass wir in Bezug auf das US-Militärvorgehen im Vorfeld nicht informiert wurden», sagte Aussenamtssprecherin Mao Ning in Peking auf die Frage, ob es vor den Militärschlägen Kontakt mit der US-Seite gegeben habe.

Deutschland will sich nicht am Iran-Krieg beteiligen

09.47: Deutschland wird sich nach Angaben von Aussenminister Johann Wadephul nicht an militärischen Aktionen gegen den Iran beteiligen. «Die Bundesregierung hat nicht die Absicht, sich zu beteiligen», sagte Wadephul im Deutschlandfunk.

Deutschland Wadephul
Deutschland wird sich nicht am Iran-Krieg beteiligen, erklärt der deutsche Aussenminister Johann Wadephul. - keystone

Im Gegensatz zu Grossbritannien, das den USA die Nutzung britischer Stützpunkte in der Region für die Zerstörung iranischer Raketen und Raketen-Abschussrampen erlaubt, habe Deutschland solche Basen dort nicht.

«Wir haben auch keine entsprechenden militärischen Mittel», sagte Wadephul. «Und die Bundesrepublik hat definitiv nicht die Absicht, sich irgendwie zu beteiligen.»

Mindestens 555 Tote im Iran

09.44: Bei den Angriffen Israels und der USA sind im Iran nach dortigen Angaben mindestens 555 Menschen ums Leben gekommen.

Iran
Bei den Angriffen auf den Iran sollen mindestens 555 Menschen ums Leben gekommen sein. - keystone

Mehr als 100'000 Rettungskräfte seien landesweit im Einsatz, berichtete die iranische Nachrichtenagentur Fars unter Berufung auf den Roten Halbmond im Iran.

US-Kampfjets in Kuwait abgestürzt

09.31: Im Golfstaat Kuwait sind nach dortigen offiziellen Angaben mehrere US-Militärflugzeuge abgestürzt.

Die Besatzungen hätten überlebt, teilte ein Sprecher des kuwaitischen Verteidigungsministeriums mit. Zu den Absturzursachen machte der Sprecher keine Angaben.

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US-Kampfflugzeuge sind in Kuwait abgestürzt. - X / @sentdefender

Kuwaits Behörden hätten die Besatzungsmitglieder der US-Flugzeuge entdeckt und ins Spital gebracht. Ihr Zustand sei stabil, teilte der Sprecher der Staatsagentur Kuna zufolge mit. Man stimme sich direkte mit den US-Truppen im Land ab über die Umstände des Vorfalls, dessen Hintergründe nun untersucht würden.

Kuwait gerät seit der Tötung von Irans oberstem Führer Ali Chamenei ähnlich wie die anderen Golfstaaten unter Beschuss. Der Iran griff infolge der amerikanisch-israelischen Angriffe unter anderem Einrichtungen des US-Militärs in der Golfregion an.

US-Botschaft in Kuwait brennt

09.18: An der US-Botschaft in Kuwait ist offenbar ein Feuer ausgebrochen. An dem Gebäude steige Rauch auf, berichteten Augenzeugen der Deutschen Presse-Agentur.

Auch der Nachrichtenkanal Al-Arabija meldete unter Berufung auf nicht näher genannte Quellen, dass an dem Gebäude Rauch aufsteige. Die Hintergründe blieben zunächst unklar.

USA
Offenbar brennt die US-Botschaft in Kuwait. Der Grund dafür ist noch unklar. - keystone

«Es gibt eine anhaltende Bedrohung durch Raketen und Drohnen über Kuwait. Kommen Sie nicht zur Botschaft», teilte die US-Botschaft im Land mit. Landsleute wurden aufgerufen, zu Hause zu bleiben und wachsam zu bleiben wegen möglicher Angriffe im Land.

SMI eröffnet im Minus

09.10: Die Schweizer Börse ist am Montag wegen des Kriegs im Nahen Osten mit satten Verlusten in den Handel gestartet. Der Leitindex SMI verliert zur Eröffnung 1,5 Prozent.

Ölpreise steigen massiv

09.09: Die Ölpreise haben nach der Eskalation im Nahen Osten zunächst kräftig zugelegt, sind dann aber wieder etwas gesunken. In der Nacht zum Montag stiegen die Notierungen für Brent-Öl aus der Nordsee und Rohöl aus den USA in den ersten Handelsminuten um jeweils mehr als zehn Prozent.

Ölpreis
Wegen des Konflikts im Nahen Osten steigt der Ölpreis stark an. - keystone

Dabei erreichte Brent-Öl in der Spitze bei 82,37 US-Dollar je Barrel (159 Liter) den höchsten Stand seit Juli 2024 und US-Öl bei 75,33 Dollar den höchsten Stand seit Juni 2025. Zuletzt lag der Preis je Barrel der Nordseesorte Brent zur Lieferung im April nur noch um gut 5 Dollar oder etwa 7,5 Prozent höher bei 78,05 Dollar.

Der Preis für US-Öl der Sorte West Texas Intermediate (WTI) legte um mehr als 4 Dollar auf 71,52 Dollar zu.

Spital im Iran beschossen worden

09.07: Bei den israelisch-amerikanischen Bombardierungen im Iran ist in der Hauptstadt eine Klinik beschädigt worden. Das Gandhi-Krankenhaus in der Millionenmetropole Teheran sei am späten Sonntagabend von einer Rakete getroffen worden, berichteten iranische Medien übereinstimmend.

«Meine Kollegen sind gerade dabei, das Krankenhaus zu evakuieren», schrieb der Sprecher des iranischen Gesundheitsministeriums, Hossein Kermanpur, auf X. Er veröffentlichte ein Video, das einen beschädigten Eingangsbereich zeigte.

Iran
Ein iranisches Spital wurde offenbar von Raketen getroffen. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen. - keystone

Landesweit seien seit Kriegsbeginn sieben medizinische Einrichtungen attackiert worden, berichtete der staatliche Rundfunk. In Teheran seien neben der Gandhi-Klinik zwei weitere Krankenhäuser getroffen worden.

Beschädigt wurde demnach auch ein Krankenhaus in der südwestlichen Provinzhauptstadt Ahwas. Ausserdem seien landesweit drei Rettungswachen angegriffen worden. Die Angaben sind nicht unabhängig zu überprüfen.

Mindestens 31 Tote im Libanon

09.03: Bei den israelischen Angriffen im Libanon sind nach örtlichen Angaben bereits Dutzende Menschen getötet worden.

Libanon
Israel hat eine Angriffswelle auf den Libanon gestartet. Mindestens 31 Menschen kamen dabei ums Leben. - keystone

Wie das libanesische Gesundheitsministerium am Morgen mitteilte, kamen nach vorläufigen Angaben in den südlichen Vororten der Hauptstadt Beirut sowie im Süden des Landes mindestens 31 Menschen ums Leben.

149 weitere Menschen seien verletzt worden. Israels Militär begann am Morgen eine neue Angriffswelle. Ziel seien Stellungen der mit dem Iran verbündeten Hisbollah-Miliz, teilte die Armee mit.

Der Iran nutzt Videos von Drohnen, um Stärke zu vermitteln

08.48: Mit iranischen Flaggen und Bildern des verstorbenen Führers Ayatollah Ali Chamenei: Der Iran will mit einem Video, das vom staatlich kontrollierten Sender veröffentlicht wurde, ein Bild der Stärke vermitteln.

Zu sehen sind reihenweise Drohnen. Sie wurden mutmasslich unter dem Erdboden, in einer Art Tunnel gelagert. Zahlreiche Geschosse sind auf Raketenwerfern montiert.

Israel startet weitere Angriffswelle auf den Libanon

07.14: Das israelische Militär hat eine neue Angriffswelle im Libanon begonnen.

Ziel seien Stellungen der mit dem Iran verbündeten Hisbollah-Miliz, teilte die Armee am Morgen mit. Dazu gehörten Waffenlager sowie weitere Infrastruktur der Schiiten-Miliz in mehreren Gebieten des nördlichen Nachbarlandes.

Israel
Israel hat einen neue Angriffswelle auf den Libanon gestartet. Ziel ist dabei die Hisbollah-Miliz, die den Iran unterstützt. - keystone

Die Hisbollah hatte in der Nacht mehrere Raketen auf Israel abgefeuert. Eine wurde laut Israels Militär abgefangen, mehrere weitere Geschosse seien auf offenem Gelände niedergegangen.

Erneute Luftschläge des Iran gegen Israel

07.05: Der Iran hat nach Angaben des israelischen Militärs am Morgen erneut Raketen auf den jüdischen Staat abgefeuert.

Die Verteidigungssysteme seien im Einsatz, um die Bedrohung abzuwehren, teilte die Armee mit.

Iran Israel
Iran greift Israel (im Bild Tel Aviv) immer wieder mit Raketen an. - keystone

Unter anderem in Tel Aviv gab es Raketenalarm. Die Bevölkerung wurde aufgerufen, den Anweisungen des Heimatschutzes zu folgen.

USA greift mit Tarnkappenbombern an

07.01: Bei den Angriffen auf Ziele im Iran hat das US-Militär nach eigenen Angaben auch Tarnkappenbomber vom Typ B-2 eingesetzt.

USA Iran Tarnkappenbomber
Beim Angriff auf Iran setzt die USA auch Tarnkappenbomber vom Typ B-2 ein. - keystone

Sie griffen mit gut 900 Kilogramm (2000 Pfund) schweren Bomben Irans besonders gut geschützte Einrichtungen für ballistische Raketen an. Das teilte das für den Nahen Osten zuständige Regionalkommando (Centcom) auf der Plattform X mit.

«Kein Land sollte jemals Amerikas Entschlossenheit bezweifeln», hiess es.

Hochrangiger Beamter: Iran wird nicht mit den USA verhandeln

05.53: Irans oberster nationaler Sicherheitsbeamtererklärte auf X, dass Iran «nicht mit den Vereinigten Staaten verhandeln wird».

Es ist eine direkte Antwort auf Medienberichte, wonach der Iran um Gespräche mit den USA gebeten habe.

Iran
Irans - Keystone

«US-Präsident Donald Trump hat die Region mit seinen ‹falschen Hoffnungen› ins Chaos gestürzt. Und ist nun besorgt über weitere Opfer unter den amerikanischen Truppen», hiess es auf X.

«Mit seinen wahnhaften Handlungen hat er seinen selbstgeschaffenen Slogan ‹Amerika zuerst› in ‹Israel zuerst› verwandelt. Und amerikanische Soldaten für Israels Streben nach Macht geopfert».

Miliz im Irak: Haben US-Truppen in Bagdad angegriffen

05.30: Eine mit dem Iran verbündete Miliz im Irak hat nach eigenen Angaben einen Stützpunkt der US-Truppen in der Hauptstadt Bagdad angegriffen. Sie habe heute am frühen Morgen den US-Stützpunkt in der Nähe des Flughafens mit einer Drohne angegriffen, teilte Saraja Aulija al-Dam mit.

Es handle sich dabei um eine «Vergeltung für den getöteten Anführer Ali Chamenei» und eine «Unterstützung» für den Iran. Eine Bestätigung von offizieller irakischer Seite oder vom US-Militär gab es zunächst nicht.

Israel fordert Bewohner im Süden des Libanons zur Flucht auf

04.11: Angesichts der jüngsten militärischen Eskalation zwischen den beiden Nachbarländern hat die israelische Armee die Bewohner von rund 50 Orten im Süden des Libanons zur Flucht aufgefordert.

Solche Aufrufe des Militärs deuten in der Regel auf bevorstehende Kampfhandlungen in den betroffenen Gebieten hin. Auf der Plattform X erklärte eine Sprecherin der Armee, die Aktivitäten der Hisbollah-Miliz würden Israel zum Handeln zwingen, man wolle aber der Zivilbevölkerung keinen Schaden zufügen.

Iran Hisbollah Israel Krieg
Menschen im Libanon flüchten aus der Hauptstadt Beirut, nachdem Israel mehrere Luftangriffe gegen die Hisbollah geflogen hat. - Keystone

Die Bewohner der Orte sollten sich zur Sicherheit in offene Gebiete begeben, mindestens einen Kilometer von den Häusern entfernt. Wer sich in der Nähe von Hisbollah-Elementen, Einrichtungen oder Kämpfern aufhalte, riskiere sein Leben, hiess es weiter.

Libanons Ministerpräsident bezeichnet Angriff auf Israel als «unverantwortlich»

03.35: Der libanesische Ministerpräsident Nawaf Salam bezeichnete den Raketenbeschuss aus dem Südlibanon auf Israel als «unverantwortliche und verdächtige Handlung, die die Sicherheit des Libanons gefährdet und Israel einen Vorwand liefert, seine Angriffe fortzusetzen.»

Man werde «nicht zulassen, dass das Land in neue Abenteuer hineingezogen wird, und wir werden alle notwendigen Massnahmen ergreifen, um die Täter zu stoppen und das libanesische Volk zu schützen», fügte Salam hinzu. Israel und die Hisbollah-Miliz hatten zuletzt bis Ende 2024 Krieg gegeneinander geführt.

Nawaf israel Iran Hisbollah Libanon
Der libanesische Ministerpräsident Nawaf Salam bezeichnete den Raketenbeschuss aus dem Südlibanon auf Israel als «unverantwortliche und verdächtige Handlung, die die Sicherheit des Libanons gefährdet». - AP Photo

Dann trat eine Waffenruhe in Kraft. Das Abkommen sieht unter anderem die Entwaffnung der Hisbollah in mehreren Phasen vor. Eine wichtige Frist dafür lief Ende vergangenen Jahres aber aus. Die Schiiten-Miliz lehnt diesen Schritt weiterhin ab. Beide Seiten werfen einander Verstösse gegen das Abkommen vor.

Israels Armee: Ranghohe Hisbollah-Mitglieder attackiert

03.21: Die israelische Armee hat bei nächtlichen Angriffen in der libanesischen Hauptstadt Beirut nach eigenen Angaben ranghohe Mitglieder der mit dem Iran verbündeten Hisbollah-Miliz angegriffen. Wie die Armee weiter mitteilte, sei ein weiterer wichtiger «Hisbollah-Terrorist» im Süden des Libanons getroffen worden.

Das israelische Militär reagierte damit auf einen nächtlichen Raketenangriff der Schiiten-Miliz auf Israel. Ein Geschoss sei abgefangen worden, mehrere andere in offenem Gelände niedergegangen, hiess es.

Es ist das erste Mal seit Beginn einer Waffenruhe zwischen der Hisbollah und Israel im November 2024, dass die vom Iran unterstützte Schiiten-Miliz Israel mit Raketen angegriffen hat. Sie begründete den Angriff in der Nacht mit der Tötung des obersten Führers des Irans, Ajatollah Ali Chamenei, bei einem israelischen Luftangriff am Samstag in der iranischen Hauptstadt Teheran.

Kleinere vierstellige Zahl an EU-Bürgern ist noch im Iran

03.01: Im Iran halten sich schätzungsweise noch ein paar Tausend Menschen auf, die die Staatsangehörigkeit eines EU-Mitgliedstaates besitzen. Das sagte eine ranghohe EU-Beamtin in Brüssel. Viele von ihnen hätten allerdings auch die iranische Staatsangehörigkeit und wollten nicht zwingend das Land verlassen, ergänzte sie. Genaue Angaben zur Zahl der Menschen, die evakuiert werden wollen, machte sie nicht.

Deutlich mehr Menschen mit Staatsangehörigkeit eines EU-Staates sitzen den Angaben zufolge unfreiwillig in Ländern rund um den Iran fest, weil ihre Flüge wegen Luftraumsperrungen gestrichen wurden. Um ihnen bestmöglich zu helfen, wurde ein EU-Netzwerk für konsularische Zusammenarbeit aktiviert, das die Koordinierung von Evakuierungsbemühungen erleichtern soll.

USA und arabische Staaten verurteilen Angriffe des Irans

02.40: Die USA und eine Gruppe arabischer Staaten haben die iranischen Gegenangriffe in der Region verurteilt. «Die Massnahmen der Islamischen Republik stellen eine gefährliche Eskalation dar, die die Souveränität mehrerer Staaten verletzt und die regionale Stabilität gefährdet», erklärte das US-Aussenministerium.

Der gemeinsamen Erklärung hatten sich demnach auch Bahrain, Jordanien, Kuwait, Katar, Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate angeschlossen.

Die Angriffe seien ungerechtfertigt und hätten sich gegen zivile Ziele gerichtet, hiess es. Die USA und ihre Partner bekräftigen in der Erklärung ihren Zusammenhalt und pochen auf ihr Recht, sich und ihr Territorium zu verteidigen.

Israel reagiert auf Hisbollah-Angriff – Explosionen in Beirut-Vororten

02.26: Israels Armee bombardiert nach eigenen Angaben in Reaktion auf den Angriff durch die libanesische Hisbollah-Miliz Ziele im nördlichen Nachbarland. Man habe damit begonnen, Stellungen der mit dem Iran verbündeten Miliz im gesamten Libanon anzugreifen, teilte die Armee in der Nacht mit. Augenzeugen berichteten von Explosionen auch in südlichen Vororten der Hauptstadt Beirut.

Iran Israel Krieg
Israel hat in der Nacht den Libanon angegriffen – der Bombardierung war ein Angriff der Hisbollah vorausgegangen. - Keystone

Hisbollah-Miliz greift Israel an Seite des Irans an

02.05: Die libanesische Hisbollah-Miliz reklamiert einen nächtlichen Raketenangriff auf Israel für sich. Damit reagiert sie nach eigenen Angaben auf die Tötung des obersten Führers des Irans, Ajatollah Ali Chamenei, wie die vom Iran unterstützte Miliz in der Nacht mitteilte.

Raketentrümmer stürzen auf Schiff in Bahrain: Ein Toter

01.45: In Bahrain sind Trümmer einer von der Luftabwehr abgefangenen Rakete auf ein Schiff gestürzt und haben ein Feuer ausgelöst. Dabei kam ein aus Asien stammender Arbeiter ums Leben, zwei weitere wurden schwer verletzt, wie das Innenministerium des Inselstaats im Persischen Golf auf der Plattform X mitteilte. Der Brand in einem Hafengebiet nahe der Hauptstadt Manama sei inzwischen gelöscht worden.

Weitere Explosionen in Teheran zu hören

01.30: Nach Angaben der halbamtlichen iranischen Nachrichtenagentur Tasnim wurden in einigen Gebieten Teherans weitere Explosionen gemeldet. Israel hat derweil mitgeteilt, die grossangelegten Angriffe auf Ziele in der ganzen Stadt fortzusetzen.

Es sei eine neue umfangreiche Angriffswelle gegen das «iranische Terrorregime im Herzen von Teheran» begonnen worden, teilte das Militär in der Nacht ohne weitere Details mit.

Drohne trifft Mittelmeer-Insel Zypern

01.25: Der britische Luftwaffenstützpunkt Akrotiri auf Zypern ist in der Nacht zum Montag von einer Drohne getroffen worden. Das berichtete das zyprische Nachrichtenportal «Cyprus Mail» unter Berufung auf gut informierte Kreise. Eine Bestätigung seitens der Behörden lag zunächst nicht vor. Wer die Drohne abgefeuert hatte, war zunächst nicht bekannt.

Demnach schlug eine «kleine Drohne» auf dem Flugfeld der Basis ein, die westlich der Hafenstadt Limassol liegt. Die Behörden des Stützpunkts hätten umgehend reagiert und Alarm signalisiert. Nach ersten Angaben gab es keine Verletzten, jedoch sei «geringer Sachschaden» entstanden.

Trump ist zurück im Weissen Haus

01.22: Donald Trump ist nach Washington D.C. zurückgekehrt und befindet sich laut Medienberichten wieder im Weissen Haus. Er verbrachte das Wochenende in seinem Florida-Resort Mar-a-Lago, wo er die ersten Schläge der «Operation Epic Fury» verfolgte.

Donald Trump Florida
Donald Trump verfolgte die ersten Schläge der «Operation Epic Fury» in seinem Florida-Resort Mar-a-Lago. - Screenshot/X

Ölpreise ziehen wegen Nahost-Eskalation kräftig an

01.05: Die Ölpreise haben am Montag nach der Eskalation im Nahen Osten wie erwartet zunächst deutlich zugelegt. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im April verteuerte sich in den ersten Handelsminuten um bis zu fast 10 Dollar oder 14 Prozent.

Es kostete mit 82,37 Dollar so viel wie seit Januar 2025 nicht mehr. Der Preis für US-Öl der Sorte West Texas Intermediate (WTI) legte prozentual ebenfalls zweistellig zu. Nach den zunächst zweistelligen Zuwächsen zum Handelsbeginn gaben die Ölpreise bis 0.30 Uhr wieder einen Teil ihrer Gewinne ab, lagen aber immer noch mit rund neun Prozent im Plus.

Golfstaaten behalten sich «Antwort» vor

01.00: Nach iranischen Vergeltungsschlägen gegen US-Militäreinrichtungen in der Golfregion haben die Staaten des Golf-Kooperationsrats Gegenmassnahmen angekündigt.

Die Aussenminister der sechs Mitgliedsländer erklärten nach einem Treffen am Sonntag, es habe «erhebliche Schäden» durch die iranischen Angriffe auf Ziele in den Vereinigten Arabischen Emiraten, Bahrain, Saudi-Arabien, Oman, Katar und Kuwait gegeben.

Iran
Die iranischen Revolutionsgarden. - keystone

Zugleich betonten sie ihre Entschlossenheit, «alle notwendigen Massnahmen» zum Schutz ihrer Länder zu ergreifen – einschliesslich einer möglichen Reaktion auf die Angriffe.

Emirate: 500 Drohnen abgewehrt

00.45: Die Vereinigten Arabischen Emirate haben nach eigenen Angaben zahlreiche aus dem Iran abgefeuerte Flugkörper abgewehrt. Wie das Verteidigungsministerium auf X mitteilte, wurden 152 ballistische Raketen und 506 Drohnen von der Luftabwehr abgefangen. Weitere 35 Drohnen seien abgestürzt, zudem seien 13 Raketen ins Wasser gefallen.

Israel meldet Angriff aus dem Libanon

00.33: Israel ist nach Angaben des Militärs aus dem nördlichen Nachbarland Libanon beschossen worden. Ein Geschoss sei von der Luftwaffe abgefangen worden, mehrere andere in offenem Gelände niedergegangen, teilte das Militär in der Nacht mit. Es habe weder Verletzte noch Schäden gegeben.

Zuvor hatten in mehreren Gebieten im Norden Israels Sirenen geheult. Von wem die Geschosse abgefeuert wurden, war zunächst nicht bekannt. Die libanesische Hisbollah-Miliz hatte dem Iran nach den amerikanisch-israelischen Angriffen zuvor ihre Unterstützung zugesichert.

Briten erlauben USA Nutzung von Militärbasen

22.55: Grossbritannien macht die Unterstützung konkret: Premierminister Keir Starmer hat angekündigt, dass London den USA die Nutzung von zwei britischen Militärbasen für Angriffe auf den Iran erlaubt. Zuvor hatten Deutschland, Grossbritannien und Frankreich in einer gemeinsamen Erklärung betont, entsprechende Militärschläge «ermöglichen» zu wollen.

Trump: «Legt eure Waffen nieder und erhaltet volle Immunität»

22.44: In der Videobotschaft auf Truth Social wendet sich Trump zum Schluss direkt an die iranischen Militärs. Er spricht von Immunität, für diejenigen, die ihre Waffen niederlegen.

«Ich appelliere erneut an die Revolutionsgarde, das iranische Militär und die Polizei: Legen Sie die Waffen nieder und erhalten Sie volle Straffreiheit, oder Sie werden mit Sicherheit sterben. Es wird der sichere Tod sein, und es wird kein schöner Tag werden.»

Donald Trump
Donald Trump meldet sich auf Truth Social zum Krieg im Iran. - Screenshot/X

Und weiter: «Ich rufe alle iranischen Patrioten, die sich nach Freiheit sehnen, dazu auf, diesen Moment zu ergreifen, mutig, kühn und heldenhaft zu sein und ihr Land zurückzuerobern.»

Amerika stünde an ihrer Seite, so Trump. «Ich habe euch ein Versprechen gegeben und dieses Versprechen gehalten. Der Rest liegt nun an euch, aber wir werden da sein, um zu helfen.»

Trump meldet drei tote US-Soldaten – «Amerika wird ihren Tod rächen»

22.30: In einem sechsminütigen Video auf Truth Social erklärt Donald Trump, die Mission im Iran werde so lange fortgesetzt, bis alle US-Ziele erreicht seien. Er berichtete, dass bereits «Hunderte» von Zielen im Iran getroffen worden seien und dass neun Schiffe zerstört wurden.

chamenei Iran
Irans oberster Führer Ajatollah Ali Chamenei wurde bei den US-israelischen-Angriffen auf Iran getötet. - keystone

Er bezeichnete Irans obersten Führer – der gestern bei Angriffen getötet wurde – als einen «elenden und niederträchtigen Mann», an dessen Händen das Blut von Amerikanern und vielen anderen unschuldigen Menschen klebe.

Der Präsident sagte, die USA trauerten um den Tod von drei Angehörigen der Streitkräfte, die «das höchste Opfer gebracht» hätten. «Leider wird es wahrscheinlich noch mehr geben», sagte er und fügte hinzu: «Amerika wird ihren Tod rächen.»

teheran
Eine Explosion ist in Teheran zu sehen. - keystone

Es ist das erste Mal, dass sich der Präsident – ​​der sich jetzt auf dem Rückflug von Florida nach Washington befindet – öffentlich geäussert hat, seit er gestern eine Ansprache an die Nation gehalten hat.

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