Kandersteg: 100'000 Liter Wasser verschwinden täglich aus Badi
Das Freibad Kandersteg BE verliert täglich über 100'000 Liter Wasser – wohin es fliesst, ist rätselhaft. Die Badi bleibt vorerst geschlossen.

Das Wichtigste in Kürze
- Beim Befüllen der Becken zu Saisonbeginn wurde der massive Wasserverlust entdeckt.
- Ein Riss im unterirdischen Ausgleichsbecken wurde geflickt – ob er die Ursache ist?
- Das Freibad öffnet frühestens in drei Wochen – oder bleibt bis auf Weiteres geschlossen.
Als das Freibad Kandersteg BE zu Saisonbeginn befüllt wurde, fiel es sofort auf: Täglich verschwinden über 100'000 Liter Wasser – nachgewiesen über den Wasserzähler. «Da bemerkten wir, dass sehr viel Wasser verloren geht», sagt Gemeinderatspräsident René Maeder gegenüber dem «Regionaljournal Bern Freiburg Wallis» von SRF.
Die Suche nach der Ursache gestaltete sich demnach schwierig. Rohrdruck wurde geprüft, Leitungen mit Kameras abgesucht – ohne Ergebnis. Schliesslich stiess man auf einen grösseren Riss im unterirdischen Ausgleichsbecken.
Dieses fängt das beim Schwimmen verdrängte Wasser auf und sorgt für einen konstanten Wasserkreislauf. Der Riss wurde inzwischen geflickt, ein erneuter Fülltest läuft – das Ergebnis steht noch aus.
Wohin ist das Wasser abgeflossen?
Ungeklärt bleibt auch, wohin das Wasser abgeflossen ist. In die Kanalisation jedenfalls nicht, wie Maeder bestätigt. «Also geht es irgendwo in den Grund», sagt er.
Besonders heikel: Es handelt sich nicht um gewöhnliches Leitungswasser, sondern um auf rund 26 Grad erwärmtes, mit Chlor und weiteren Chemikalien behandeltes Wasser.

Wie es überhaupt zum Leck kam, ist ebenfalls unklar. «Das Schwimmbad hat ein gewisses Alter», räumt Maeder ein, «aber es wurde regelmässig unterhalten.» War der Riss die Ursache, könnte die Badi frühestens in drei Wochen öffnen. Andernfalls bleibt sie bis auf Weiteres geschlossen.












