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Nach Krawallen in Brasilien: Regierung entlässt viele Polizeichefs

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Brasilien,

Nach dem Sturm auf das Regierungsviertel in Brasília hat die brasilianische Regierung die Spitze des Polizeiapparats erneuert.

ARCHIV - Anhänger des ehemaligen brasilianischen Präsidenten Bolsonaro geraten in der Hauptstadt mit Polizisten aneinander. Foto: Matheus Alves./dpa
ARCHIV - Anhänger des ehemaligen brasilianischen Präsidenten Bolsonaro geraten in der Hauptstadt mit Polizisten aneinander. Foto: Matheus Alves./dpa - sda - Keystone/dpa/Matheus Alves.

Das Wichtigste in Kürze

  • In Brasilien wurde die Spitze des Polizeiapparats erneuert.
  • Wegen des Sturms auf den Kongress wurden mehrere Polizeichefs entlassen.

Nach dem Sturm auf das Regierungsviertel in Brasília hat die brasilianische Regierung die Spitze des Polizeiapparats erneuert. 26 der 27 Regionalchefs der Autobahnpolizei wurden entlassen. Dies geht aus einer Veröffentlichung in einer Extra-Ausgabe des Amtsblatts der Regierung am Mittwochabend (Ortszeit) hervor.

Zudem tauschte die Regierung von Präsident Luiz Inácio Lula da Silva 18 Chefs der Bundespolizei in den Bundesstaaten aus. Zu den neuen Polizei-Direktoren gehört etwa ein ehemaliger Ermittler im Fall der von Paramilitärs getöteten Stadträtin Marielle Franco.

Kongress, Regierungssitz und Oberster Gerichtshof beschädigt

Am 8. Januar hatten Anhänger des kurz zuvor von Lula abgelösten Staatschefs Bolsonaro den Kongress, den Regierungssitz und den Obersten Gerichtshof gestürmt. Sie verursachten erhebliche Schäden.

Bolsonaro
Bolsonaro erlebt eine Haftstrafe historischen Ausmasses. (Archivbild) - Keystone

Rund 1500 Sympathisanten Bolsonaros wurden vorläufig festgenommen. Der Linkspolitiker Lula äusserte den Verdacht, dass es Absprachen mit Mitgliedern des Militärs und der Bundespolizei gegeben habe. Aus Misstrauen hatte er mehrere Dutzend Mitglieder des Militärs von ihren Tätigkeiten in der Präsidentenresidenz entbunden.

Gegen die Autobahnpolizei wurden ähnliche Vorwürfe laut, weil Anhänger Bolsonaros nach dessen Wahlniederlage im Oktober Strassen nahezu unbehelligt blockieren konnten.

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