Hamas

    Militärsprecher: «Wer glaubt, wir könnten die Hamas ausschalten, irrt»

    Keystone-SDA
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    Israel,

    Ein israelischer Armeesprecher sagt, man könne die Hamas nicht zerstören, sie sei eine Idee. Man müsse auf politischer Ebene eine Alternative anbieten.

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    Daniel Hagari ist der Sprecher des israelischen Militärs. Foto: Ariel Schalit/AP/dpa (Symbolbild) - sda - Keystone/AP/Ariel Schalit

    Das Wichtigste in Kürze

    • Laut Armeesprecher Daniel Hagari kann die Hamas nicht zerstört werden.
    • Sie sei eine Partei, eine Idee, die in den Herzen der Menschen verwurzelt sei.
    • Man müsse auf politischer Ebene eine Alternative zu den Islamisten bieten.

    Ein Sprecher der israelischen Armee hat in einem Interview eine politische Vision für die Zukunft des Gazastreifens gefordert. «Die Hamas ist eine Idee, sie ist eine Partei. Sie ist in den Herzen der Menschen verwurzelt. Wer glaubt, wir könnten die Hamas ausschalten, irrt sich», sagte Armeesprecher Daniel Hagari am Mittwochabend dem israelischen Sender Channel 13.

    Es müsse eine Alternative für die Hamas auf politischer Ebene gefunden werden, um sie im Gazastreifen zu ersetzen, forderte Hagari in dem Interview weiter. Ansonsten werde die islamistische Terrororganisation weiterbestehen, mahnte er. Über die Zerstörung der Hamas zu reden, führe die Öffentlichkeit in die Irre.

    Israel
    Seit achteinhalb Monaten kämpft Israel im Gazastreifen und will die Hamas zerstören. - keystone

    Mit den Aussagen weckte er auch Zweifel an einem der erklärten Kriegsziele der Regierung: Die Herrschaft der Hamas im Gazastreifen zu beenden sowie ihre militärischen Fähigkeiten zu zerstören. Die Armee sei «dem natürlich verpflichtet», hiess in einer Mitteilung des Büros von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu nach Hagaris Äusserungen.

    Netanjahu hat keinen Plan für Gazastreifen nach Krieg dargelegt

    Netanjahu hat bislang keinen Plan für Verwaltung und Wiederaufbau des Gazastreifens nach einer Beendigung des Kriegs vorgelegt – wohl auch um seine ultrarechten Koalitionspartner nicht vor den Kopf zu stossen. Diese verfolgen Ziele wie einen höchst umstrittenen israelischen Siedlungsbau im Gazastreifen. Netanjahus politisches Überleben hängt aber von ihnen ab.

    Aus der Armee kamen zuletzt vermehrt Klagen über eine fehlende politische Strategie für die Zeit nach dem Krieg. Ex-General Benny Gantz hatte kürzlich das Kriegskabinett verlassen, weil die Regierung keinen Plan für eine Nachkriegsordnung im Gazastreifen erarbeitet.

    Militärsprecher Hagari warnte in dem Interview weiter, es sei nicht möglich, alle im Gazastreifen festgehaltenen Geiseln durch Armeeeinsätze zu befreien. Seit Monaten laufen Bemühungen, durch indirekte Verhandlungen Israel zu einer Waffenruhe im Gazastreifen und die Hamas zur Freilassung israelischer Geiseln zu bewegen.

    Kommentare

    Nicole

    Weder die Hamas noch den IS kann man ausschalten. Je länger Israel mit dem Genozig weitermacht, umso mehr zulauf bekommen der IS und die Hamas. Es wird aber auch Zeit das man Israel in die Schranken weist und den Persilschein entzieht.

    User #4810 (nicht angemeldet)

    Nach dem Krieg ist vor dem Krieg.

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